Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 25. September 2017, 08:02 Uhr

Linz: 11°C Ort wählen »
 
Montag, 25. September 2017, 08:02 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Lugar sucht neuen Namen für Team Stronach

WIEN. Robert Lugar, Klubobmann des Team Stronach, ist weiter auf der Suche nach einem neuen Parteinamen. Man werde bei der kommenden Nationalratswahl antreten, allerdings ohne die Erwähnung des milliardenschweren Gründers, sagte er am Sonntag in der ORF-"Pressestunde".

Robert Lugar

Team-Stronach Klubchef Robert Lugar Bild: APA

Stronach selbst sieht er von den Wählern sowie den Medien missverstanden, da er nicht einfach genug kommuniziere.

Stronach selbst hatte im Sommer angekündigt, nur noch bis zum Ende der Legislaturperiode Parteiobmann zu bleiben. Mit dem Rückzug des Austrokanadiers solle seine Partei auch dessen Namen verlieren. Dies habe er getan, da er Aussagen seiner Parteivertreter nicht immer abstimmen könne, berichtete Lugar. Selbst habe er versucht, den Parteigründer von einer Rücknahme dieser Maßnahme zu überzeugen. Der Name sei aber nicht entscheidend: "Ein gutes Produkt verkauft sich von selbst."

Ohnehin sieht Lugar seinen Parteichef von den Österreichern missverstanden. "Die Schwäche ist sicher, dass er es nie gelernt hat das so kommunizieren, dass es der einfache Mann auf der Straße versteht", erklärte der Klubchef die derzeit mäßigen Umfragewerte für seine Partei. Die Medien wiederum informierten die Bürger nicht so, wie das sein sollte - "nicht aus böser Absicht", wie Lugar betonte, sondern aus Unvermögen oder aus der finanziellen Situation heraus.

Vom Tisch ist die vor mehr als einem Jahr von Parteianwalt Michael Krüger angedachte Klage wegen der Abwerbung von Mandataren des Team Stronach. Dies sei weder abgesprochen gewesen, noch sei es erfolgt, meinte Lugar: "Ich würde so etwas niemals gutheißen." Abgeordnete müssten frei nach ihrem Gewissen entscheiden, das freie Mandat sei etwas Heiliges. "Wenn jemand gehen will, soll er gehen", meinte der Klubchef eineinhalb Jahre nach dem Fraktions-Exodus.

Auch nach der Niederlage des FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ist Lugar dessen Fan geblieben. "Ich glaube, dass er sehr viel richtig gemacht hat", meinte er auch in der Nachbetrachtung. Ein Fehler sei es möglicherweise gewesen, dass man im Wahlkampf dem Amt zu starke Bedeutung zugemessen habe. Viele hatten Angst vor dieser Veränderung", so Lugar. "Selbstverständlich ist Alexander Van der Bellen auch mein Präsident", meinte er aber zum Wahlsieger befragt.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 18. Dezember 2016 - 12:35 Uhr
Weitere Themen

Innsbruck: Warten auf Bischof bald zu Ende?

INNSBRUCK. Am 17. Jänner 2016 wurde Manfred Scheuer, der seit 2003 die Diözese Innsbruck geleitet hatte, ...

Salzburg will von Schaden Kosten zurückfordern

SALZBURG. Am Mittwoch trat Heinz Schaden (SP) als Salzburger Bürgermeister zurück (die OÖN berichteten).

FPÖ-Politiker lesen Internet-Hasspostings vor

Politiker werden in den Sozialen Medien oft Opfer übler Beschimpfungen.

Image-Paarlauf in New York

NEW YORK/WIEN. Präsident Van der Bellen und Außenminister Kurz bei der UNO-Generalversammlung.

Höchstens 500.000 Euro Jahresgage für Manager?

WIEN. SPÖ-Chef Kern will Gehälter in jenen Unternehmen beschränken, bei denen der Bund die Mehrheit hat.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!