Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 22. Jänner 2018, 19:13 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Montag, 22. Jänner 2018, 19:13 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Kickl-Aussage: Jetzt spricht Van der Bellen

WIEN. Nachdem der Innenminister den Begriff "konzentriert" im Zusammenhang mit Flüchtlingszentren verwendet hat, schickt Bundespräsident Van der Bellen mahnende Worte. 

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.) sendet mahnende Worte an FP-Innenminister Herbert Kickl – und zwar, ohne diesen persönlich anzusprechen. Bild: Vladimir Simicek (APA/AFP/Vladimir Simicek)

Ohne Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) direkt anzusprechen, hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Freitag für einen "verantwortungsvollen Umgang mit der Sprache" plädiert: "Bewusst oder unbedacht gewählte Formulierungen, die als Anspielungen auf die dunkelste Zeit unseres Landes verstanden werden können, dürfen im politischen Diskurs keinen Platz haben", heißt es in einer Aussendung.

"Das Österreich, in dem wir leben wollen, ist sich der hellen und dunklen Seiten seiner Geschichte bewusst und sieht die Verantwortung, die es trägt", schreibt der Bundespräsident. Van der Bellen will ein Land der Menschlichkeit und des Respekts und "das seine Geschichte kennt".

"Verabscheuungswürdiges NS-Verbrecherregime"

Innenminister Kickl war am Donnerstag in die Kritik geraten, nachdem er davon gesprochen hatte, Flüchtlinge "konzentriert" an einem Ort zu halten. Am Donnerstag Abend stellte er nochmals klar, dass er mit seinen Aussagen (wir haben berichtet) zu Asyl-Großquartieren keinesfalls auf Konzentrationslager angespielt habe. Er weise entschieden jedwede Herstellung einer Verbindung zwischen dem von ihm verwendeten Begriff "konzentriert" und Begrifflichkeiten des "verabscheuungswürdigen NS-Verbrecherregimes" entschieden zurück.

Der Begriff "konzentriert" habe sich inhaltlich ausschließlich auf eine geordnete (zeitlich und strukturell) Durchführung von Asylverfahren im Interesse sowohl der Schutzbedürftigen als auch des Gastlandes bezogen. Eine menschenwürdige Unterbringung und eine gute Versorgung seien dabei eine Selbstverständlichkeit.

Video: FPÖ-Innenminister Herbert Kickl verteidigt sich nach seiner Aussage über Asyl-Großquartiere.

In der Pressekonferenz zur Asylbilanz 2017 hatte Kickl wörtlich gemeint: "Es ist nur ein Begriff, diese Grundversorgungszentren, für eine entsprechende Infrastruktur, wo es uns gelingt, diejenigen, die in ein Asylverfahren eintreten, auch entsprechend konzentriert an einem Ort zu halten, weil es unser gemeinsames Interesse sein muss, sehr, sehr schnell zu einem entsprechenden Ergebnis auch zu kommen." Medienvertreter wollten hier eine gezielte Provokation erkennen, was der Innenminister aber bereits bei dem Termin energisch bestritten hatte.

Video: Kickl beklagt hohe Kriminalität bei Flüchtlingen

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 12. Januar 2018 - 16:08 Uhr
Mehr Innenpolitik

Grazer FPÖ-Vizebürgermeister bei "Kongress der Verteidiger Europas"

GRAZ/AISTERSHEIM. Der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) wird am 3.

Peter Pilz: "Kehre ins Parlament zurück"

WIEN. Nach fast zweimonatiger Pause meldete sich Peter Pilz auf seinem Facebook-Account wieder zu Wort und ...

Österreich kündigte Klage gegen Ausbau von Atomkraftwerk Paks an

WIEN. Österreich wird Klage gegen den Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks einreichen.

Außenministerin Kneissl verblüfft in Brüssel

BRÜSSEL/JERUSALEM. Die Außenministerin, die auf einem FPÖ-Ticket in der Regierung sitzt, sagt im ...

Deutschförderklassen kommen ab Herbst

WIEN. Statt elf werden künftig 15 (Volksschule) bzw. 20 (AHS-Unterstufe/Neue Mittelschule) Stunden pro ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!