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Junglehrer demonstrieren gegen neues Lehrerdienstrecht

WIEN. Die Lehrergewerkschaft will zum Schulstart über Regierungspläne informieren , Streiks sind vorerst aber kein Thema

Junglehrer demonstrieren gegen neues Lehrerdienstrecht

Kein großer Andrang bei Demonstration vor dem Bildungsministerium Bild: APA/

Die Lehrergewerkschaft werde sich das „nicht gefallen lassen“: So hatte Lehrer-Chefverhandler Paul Kimberger Mitte August darauf reagiert, dass die Regierung den Entwurf für ein neues Lehrerdienstrecht ohne Einigung mit der Gewerkschaft in Begutachtung geschickt hatte (die OÖNachrichten berichteten). Gestern, pünktlich zum Schulstart im Osten, gab es dann auch eine Reaktion: Vor dem Bildungsministerium demonstrierten Pädagogen und Lehramtsstudenten.

Organisiert hat die mit hundert Teilnehmern bescheiden besuchte Protestveranstaltung allerdings nicht die Gewerkschaft, sondern eine „Initiative für ein faires Dienstrecht“. „Mit der Lehrergewerkschaft hat das direkt nichts zu tun“, erklärt Kimberger. „Aber ich verstehe, dass sie ihren Unmut nach außen tragen.“ Und die angekündigte „klare Reaktion“ der Gewerkschaft? Die „wird es geben“, beteuert Kimberger, schränkt aber ein: „Ein Streik ist aus heutiger Sicht nicht angedacht.“ Die Lehrergewerkschaft wolle „einen optimalen Schulstart gewährleisten“, sagt er.

Kritische Stellungnahmen

Zum Schulstart in Oberösterreich und den westlichen Bundesländern kommende Woche dürfte aber auch die Lehrergewerkschaft das Thema Dienstrecht wieder in den Mittelpunkt rücken: Die Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf sollen bis dahin fertiggestellt werden, sagt AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin. Aus seiner Teilgewerkschaft gab es die größten Bedenken gegen den Dienstrechtsentwurf der Regierung. Dieser sieht eine Unterrichtsverpflichtung von 24 Stunden und ein Einstiegsgehalt von 2420 Euro brutto für Junglehrer vor.

„Wir werden dafür sorgen, dass alle Kollegen gut über die Pläne der Regierung informiert sind“, kündigt Quin an. Eine Streikdrohung will aber auch er „im Moment nicht“ abgeben.

Über das weitere Vorgehen will die Lehrergewerkschaft erst später entscheiden: „Wir werden sehen, wie ernst die Regierung die Stellungnahmen nimmt“, sagt Kimberger. Die Begutachtungsfrist endet freilich erst fünf Tage vor der Nationalratswahl.

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Artikel Jasmin Bürger 03. September 2013 - 00:04 Uhr
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