Der Jugendmonitor wurde im Auftrag des Familienministeriums durchgeführt und am Montag präsentiert. Jugendminister Reinhold Mitterlehner will nun u.a. Teilzeitarbeit aufwerten und den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorantreiben.
Fast drei Viertel der Befragten wollen der Studie zufolge selbst einmal eine eigene Familie. Starke Geschlechterunterschiede gibt es laut Motivforscherin Sophie Karmasin beim Thema Ehe: Einmal zu heiraten erachten 60 Prozent der jungen Frauen, aber nur 34 Prozent der jungen Männer für sehr oder eher wichtig.
"Sehr stark ausgeprägt" sei der Kinderwunsch, so der Politikwissenschafter Peter Filzmaier: 55 Prozent der befragten Frauen und 36 Prozent der befragten Männer wollen auf jeden Fall einmal Kinder haben. Insgesamt 40 Prozent meinten, sie wüssten es noch nicht, sechs Prozent schlossen Kinder aus.
Die Mehrheit, nämlich 62 Prozent, will zwei Kinder. Mitterlehner verwies darauf, dass es mit einer Fertilitätsrate von 1,41 eine Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gebe, ebenso beim Alter des ersten Kindes.
Klare Vorstellungen haben die Jugendlichen, was Kinderbetreuung betrifft: 77 Prozent sind der Meinung, Kinder bis drei Jahre sollten hauptsächlich von den Eltern zu Hause betreut werden. Die Betreuung 3- bis 6-Jähriger sieht die Mehrheit von 57 Prozent in einem Kindergarten. Sehr traditionelle Vorstellungen ortet Karmasin beim Thema Teilzeit: 85 Prozent der Frauen können sich vorstellen, für eine gewisse Zeit Teilzeit zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern, bei den Männern sind es nur 31 Prozent.
Als Konsequenz aus den Ergebnissen muss man laut Mitterlehner Teilzeit aufzuwerten. Weiters will er das einkommensabhängige Kindergeld besser bewerben und ausbauen. Den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten wegen der Vorstellungen der Jugendlichen nicht weiterzuführen, hielte Mitterlehner für "unrichtig".
- das hat eine private Umfrage auch bestätigt.
Wir haben sie gemacht, weil wir nicht glauben konnten, was die Politiker immer sagen: "Frauen wollen möglichst schnell in den Beruf zurück." und "Kinder sind besser in Krabbelstuben aufgehoben."
Zur Umfrage siehe hier:
http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=30&t=156
Das tröstet uns einigermaßen:
Die Jugend denkt natürlich, obwohl sich Meinungsmacher und Medien so bemühen, die gute alte Familie schlechtzureden.
Siehe auch hier:
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Politik treibt Frauen in Burnout und Depression, http://schreibfreiheit.eu/2011/03/16/politik-treibt-frauen-in-burnout-und-depression/
Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!
http://schreibfreiheit.eu/2011/02/14/mutter-und-kinder-das-volk-denkt-anders-als-die-regierung/
Und vielleicht tut sich unter Spindelegger etwas?
Glückliche Kindheit mit Mama und Papa
http://schreibfreiheit.eu/2011/05/17/offener-brief-an-vizekanzler-dr-spindelegger/
Die Betreuung 3- bis 6-Jähriger sieht die Mehrheit von 57 Prozent in einem Kindergarten.
Dieser Satz erweckt falsche Vorstellungen. Die Kinder sind von 9 bis 12 im Kindergarten. Während dieser 3 Stunden muss man alles erledigen, wohin man das Kind nicht mitnehmen kann, zB zum Zahnarzt oder zum Frauenarzt, gewisse Einkäufe usw., oder arbeiten im Haus, die eventuell für das Kind gefährlich wären.
Die restlichen 21 Stunden betreut man das Kind selbst. Kindergarten ist gut, damit die Kinder mit anderen Kindern in Kontakt kommen. Entlastung ist es auch - für etwa 2 1/2 Stunden, aber deshalb kann man nicht von Betreuung in einem Kindergarten reden, grad so als hätte man als Eltern dann keine Arbeit mehr.
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