Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 19. Februar 2018, 20:39 Uhr

Linz: 1°C Ort wählen »
 
Montag, 19. Februar 2018, 20:39 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Grüne werfen FPÖ Trumau "offenen Rassismus" vor

WIEN. Die Grünen werfen der FPÖ wegen Postings von Bezirksfunktionären in Niederösterreich und Tirol sowie von FP-Chef Heinz-Christian Strache "offenen Rassismus" beziehungsweise "unerträgliche Hetze" vor.

HC Strache  

HC Strache   Bild: (Volker Weihbold)

Den Rassismus-Vorwurf erhob der Grüne Dieter Brosz wegen eines Facebook-Postings eines Funktionärs der FPÖ Trumau, der einen senegalesischen Fußballspieler vom Liverpool FC "schwarze Drecksau" genannt hatte.

Man habe aufgrund des Postings eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wegen des Verdachts der "Verhetzung" übermittelt, erklärte der Grüne Mediensprecher Brosz am Montag via Aussendung. Laut einem der Sachverhaltsdarstellung beigefügten Screenshot soll der FP-Funktionär auf seinem (nur für befreundete Facebook-User gänzlich einsehbaren) Account zu einem Bericht über ein Foul des Fußballers Sadio Mane (Liverpool), das in einem Spiel gegen Manchester City am vergangenen Samstag begangen wurde, den kritisierten Satz gepostet haben: "Die schwarze Drecksau gehört für mindestens sechs Monate gesperrt. Alles andere wäre Bimbo Bonus. Würde mich aber nicht wundern." Brosz sprach von einem "menschenverachtenden Posting". "Anscheinend sind bei der FPÖ alle Dämme gebrochen. Das Posting kann nur als offener Rassismus qualifiziert werden", so Brosz.

Bereits davor kritisierten die Grünen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache selbst wegen eines Postings auf dessen privater Facebook-Seite. Strache hatte auf ein in Wien aufgenommenes und anonym verbreitetes Video verlinkt, das zahlreiche Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund offenbar am ersten Schultag vor einer Volksschule zeigte. Dazu schrieb der Parteiobmann die Bemerkung: "Bezeichnend!". Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser sprach am Sonntag von "unerträglicher Hetze" und verwies auch auf ein weiteres Posting der Tiroler FPÖ-Ortsgruppe aus Vomp: "Dass Heinz-Christian Strache auf seinem privaten Facebook-Account ein unverpixeltes Video veröffentlicht hat, das am Eingang einer Volksschule gedreht wurde und den Blauen offenbar nicht genehme Kinder und Eltern zeigt und nun die FPÖ Vomp eine Namensliste von Volksschulkindern ins Netz stellte, deren Namen nicht 'autochthon' seien, erinnert an die grauenhafteste Zeit des letzten Jahrhunderts. Das ist unerträgliche Hetze", so Walser. Der Grüne Abgeordnete will auch in diesen Fällen rechtliche Schritte prüfen lassen.

FPÖ-Stellungnahme zu Facebook-Posting

"Bezüglich des heute kursierenden Facebook-Postings eines ehemaligen FPÖ Funktionärs gibt die FPÖ NÖ bekannt, dass der im Zusammenhang damit genannte Verfasser mit 18. April alle seine Funktionen zurückgelegt hat und seit 24. April dezidiert kein Mitglied der FPÖ NÖ mehr ist. Aus unserer Sicht ist die Causa daher als Privatangelegenheit des Verfassers zu betrachten", sagt FPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Andreas Spanring.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 11. September 2017 - 15:41 Uhr
Mehr Innenpolitik

Regierung will Besserstellungen von Behinderten zurückziehen

WIEN. Die Regierung überlegt, das Inkrafttreten des Erwachsenenschutzgesetzes, das Menschen mit ...

Ausländer-Maut für Hofer auch in Österreich denkbar

INNSBURCK. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) hat für den Fall, dass die deutsche Pkw-Maut vor dem ...

Verfahren gegen Kärntner Landeshauptmann Kaiser eingestellt

KLAGENFURT. Zwei Wochen vor der Landtagswahl hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft das ...

Rauchervolksbegehren ist für die FPÖ "unseriös"

WIEN. FP-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch bezeichnet die "Don't smoke"-Initiative zudem ...

Tiroler Landtagswahl: Ein Sonntag, der nur Gewinner bringen könnte

INNSBRUCK. Stimmen die Umfragen, dann gibt es für alle Parteien im "heiligen Land" Grund zum Jubel.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!