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"Ein Signal, dass Europapolitik unser Thema wird"

LINZ. Grünen-Landesrat Rudi Anschober verteidigt die neue Doppelspitze der Grünen: "In Oberösterreich haben wir es auch so gemacht".

Anschober: „Bin zufrieden“ (Weihbold) Bild: (Weihbold)

Von einer „soliden Entscheidung“ sprach Oberösterreichs Grünen-Landesrat Rudi Anschober unmittelbar nach der Sitzung.

OÖNachrichten: Hat man sich nicht für eine Person entscheiden können?

Rudi Anschober: So war das nicht. Die Beschlüsse sind einstimmig gefallen. Wir haben die Funktionen Sprecherin und Spitzenkandidatin bewusst getrennt, so wie wir das auch in Oberösterreich zwischen Maria Buchmayr und mir auf Landesebene gemacht haben. Das ergibt aus meiner Sicht sehr viel Sinn, weil es für eine Person schon sehr viel wäre. Für mich eine solide Entscheidung.

Der Wahlkampf wird ein Dreikampf Kern-Kurz-Strache um Platz eins. Drohen die Grünen da nicht zerrieben zu werden?

Ulrike Lunacek ist ein starkes Kaliber, sie ist eine Vizepräsidentin des Europaparlaments und deshalb auch unsere Ansage. Sie signalisiert, dass Europapolitik für uns ein zentrales Thema sein wird. Wir sind ja die einzige Pro-Europa-Partei, die in Österreich geblieben ist.

Laut Umfragedaten muss die neue Doppelspitze die Grünen aus dem Tief führen.

Ein Tief schaut anders aus. Umfragen gibt es wie Sand am Meer. Ich bin auch überzeugt, dass der Kurz-Hype nicht nachhaltig sein wird.

In manchen Medien wurden Sie selbst als Kandidat gehandelt. War das eine ernsthafte Option?

Nein. Ich habe mir das am Donnerstag in Ruhe überlegt und für mich selbst entschieden, dass das keine Option ist. Das war heute klar.

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Artikel Heinz Steinbock 20. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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Felipe und Lunacek übernehmen Spitze

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