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Die Kleinen auf der Suche nach Unterstützern

WIEN. Zehn Parteien wollen noch auf den Stimmzettel – mit sehr unterschiedlichen Erfolgsaussichten.

Die Kleinen auf der Suche nach Unterstützern

Seit 2006 KPÖ-Kandidat: Mirko Messner Bild: KPÖ PLUS

Am 18. August endet die Frist, die notwendigen Unterstützungserklärungen für ein Antreten bei der Nationalratswahl im Oktober einzureichen. Zusätzlich zu den sieben Fixstartern – VP, SP, FP, Grüne, Neos, Liste Pilz, FLÖ – wollen zehn weitere Parteien auf dem Stimmzettel Platz finden. Die besten Chancen, die 2600 Unterstützer zu finden, haben KPÖ und CPÖ.

Wobei Erstere dieses Mal "KPÖ Plus" heißt, tritt man doch gemeinsam mit Flora Petrik und den Jungen Grünen an. 2013 erreichte die KPÖ ein Prozent.

Nur 0,1 Prozent der Stimmen entfielen auf die Christen. Die Partei rund um Spitzenkandidat Rudolf Gehring hat sich den Themen Lebensschutz und Familie verschrieben. 510 Menschen machten 2013 ihr Kreuz bei der EU-Austrittspartei rund um Robert Marschall; seine Themen: Öxit, Abschiebung von "Schein-Asylanten" und direkte Demokratie. Ähnlich viele oder eher weniger Wähler konnte die Männerpartei erreichen. 490 Menschen teilten die Ansicht, dass es in Österreich "ein Korrektiv braucht, weil Männern die Gleichbehandlung per Gesetz verwehrt wird".

Den prominentesten Spitzenkandidaten hat mit Roland Düringer die Partei "G!lt". Wobei, Partei möchte man keine sein, Programm gibt es keines. Über das Stimmverhalten möglicher G!lt-Mandatare sollen die Bürger online abstimmen. Chancengleichheit und Grundeinkommen sind Anliegen der NBZ (Neue Bewegung der Zukunft) mit Spitzenkandidat Adan Dincer. Die Partei ist in Vorarlberg als Fraktion in der Arbeiterkammer vertreten. Die Chancen für ein bundesweites Antreten sind bescheiden. Das gilt auch für die "Demokratische Alternative", deren Zustand laut Eigenbeschreibung "traurig" ist: keine Mittel, keine Unterstützungserklärungen, keine Kandidaten. Auch die Obdachlosenpartei, deren Name Programm ist, und die "Freie heimatliche Bewegung" dürften chancenlos sein. Letztere hat ein ausführliches Programm, in dem aber von dem Wörtchen "frei" nichts übrig ist: Überwachung, Verstaatlichung und Arbeitspflicht. Der Kampf gegen Korruption ist Haupt- und wohl auch einziges Anliegen der WPÖ (Weiße Partei Österreichs). Viele Informationen finden sich auf der Parteihomepage nicht, dafür selbstbewusste Ansagen. Man sei die einzige Alternative, ist da zu lesen. Dem werden wohl zumindest 16 andere widersprechen. 

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Artikel (eiba) 10. August 2017 - 00:04 Uhr
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