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Detlef Wimmer: "War auf private Einladung auf der Krim"

LINZ. Linzer FP-Vizebürgermeister verteidigt Reise auf die annektierte Halbinsel und sein Eintreten für ein Ende der Russland-Sanktionen.

Detlef Wimmer

Bild: Weihbold

Detlef Wimmer ist von seiner umstrittenen Reise auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim zurück. Die Einladung zu dem Treffen, bei dem eine Gesellschaft namens "Freunde der Krim" gegründet worden sein soll, sei "ad personam" erfolgt, sagt der Linzer FP-Vizebürgermeister im Gespräch mit den OÖNachrichten. Eine FP-Mission hatte schon Generalsekretär Herbert Kickl in Abrede gestellt. "Es gab keine Einladung an die FPÖ Linz oder an die Bundespartei", sagt Wimmer: "Die Teilnehmer der Konferenz waren keine Parteien."

Auch sei er nicht in seiner Funktion als Linzer Vizebürgermeister, der für Städtepartnerschaften "und deren Anbahnung" zuständig ist, gereist, "obwohl das in meinen Möglichkeiten gestanden wäre". Dass er im russischen Fernsehen in seiner politischen Funktion als Linzer Vizebürgermeister vorgestellt wurde, ändere am "privaten Charakter" der Reise nach Wimmers Ansicht nichts: "Das hängt genauso an meiner Person."

Weder von der Partei noch von der Stadt sei die Reise bezahlt worden, sagt Wimmer. "Üblich bei solchen Konferenzen" sei, dass der Veranstalter einen Teil der Kosten beisteuert. Die scharfe Reaktion von VP-Bundesobmann und Außenminister Sebastian Kurz nimmt Wimmer gelassen. Kurz hatte am Mittwoch ausgerichtet, er sei "gänzlich anderer Meinung" als Wimmer und Hans-Jörg Jenewein, der ihn begleitete. "Andere Meinungen sind demokratisch legitim", sagt Wimmer, es sei bekannt, dass die Freiheitlichen für ein Ende der Russland-Sanktionen eintreten. Kritik kam gestern auch vom VP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Othmar Karas: Er distanziere sich "entschieden", auf die Koalitionsgespräche erwartet Karas aber "vorerst keinen Einfluss".

Die Linzer Grünen fordern, Bürgermeister Klaus Luger (SP) müsse "deutliche Worte" finden und Richtlinien für Dienstreisen initiieren. Apropos Linz: Wimmer verweist auf einen Gemeinderatsbeschluss auf FP-Initiative und mit den Stimmen von FPÖ und SPÖ vom 1. Dezember 2016, der die Bundesregierung auffordert, sich für den Abbau der Russland-Sanktionen einzusetzen. (bock)

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Artikel 10. November 2017 - 00:04 Uhr
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