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Bauern grollen wegen der Steuerpläne der SPÖ

RIED IM INNKREIS. Wahlkampfauftakt des ÖVP-Bauernbundes – Köstinger: Faires EU-Fördersystem für Familienbetriebe.

Bauern grollen wegen der Steuerpläne der SPÖ

Bauernbundspitze: Strasser, Rupprechter, Köstinger, Schultes, Hiegelsberger Bild: BB

Es gibt zwar nur noch rund 160.000 bäuerliche Betriebe in Österreich, doch der neue Bauernbund-Präsident, Georg Strasser, gibt sich selbstbewusst: "Von 500.000 ÖVP-Mitgliedern sind 236.000 beim Bauernbund. Von 1500 VP-Bürgermeistern sind die Hälfe Bauern. Wir sind eine politische Macht und auch in Zukunft eine starke Stimme in der ÖVP."

Entsprechend erhoben die VP-Bauernvertreter ihre Stimme, als sie gestern, Freitag, auf der Rieder Messe den Wahlkampf starteten. Sie seien gegen Substanzsteuern wie die von der SPÖ geplante Erbschaftssteuer. "Auf Basis von Verkehrswerten ist das ein Anschlag auf unser Eigentum", sagte Strasser, der erst vor zwei Wochen zum Nachfolger des Oberösterreichers Jakob Auer gewählt worden war.

"Wenn ein Land mit einer der höchsten Steuerquoten wieder neue Steuern erfindet, ist das der falsche Weg", sagte VP-Generalsekretärin Elisabeth Köstinger. Wichtig sei, dass die künftige EU-Agrarpolitik die Familienbetriebe und nicht die Agrarindustrie fördere: "Es ist wegen des knappen EU-Budgets eine echte Chance für massive Veränderungen. Die bäuerlichen Familienbetriebe müssen eine Chance im Wettbewerb erhalten." "Die Bauern brauchen eine langfristige Perspektive, über eine ganze Dekade", sagte Minister Andrä Rupprechter. Deshalb habe er noch ein "Standortpaket Land" in Höhe von 40 Millionen Euro geschnürt, für Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln sowie für das Schulwesen. Es werde 200 Millionen Euro Investitionen auslösen.

Pute und Huhn von irgendwo

Kammerpräsident Hermann Schultes machte seinem Ärger über Schweinfleischverbot in Kindergärten Luft: "Stattdessen gibt es Pute oder Huhn von irgendwo auf der Welt." Es sei ein unerträglicher Zustand, dass der Konsument in Gastronomie und Großküchen nicht über die Herkunft der Produkte informiert werden müsse.

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Artikel Josef Lehner 09. September 2017 - 00:04 Uhr
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