Die USA wollen ihren Kampfeinsatz in Afghanistan somit deutlich früher als erwartet beenden. Die amerikanischen Truppen würden sich vor Ende 2013 aus dem Kampfeinsatz zurückziehen und dann nur noch eine unterstützende Rolle bei der Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte spielen, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta am Mittwoch. Zuvor hatte auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärt, dass die französischen Soldaten bis Ende 2013 abziehen sollen.
Rasmussen: Vom Kampfeinsatz zur Unterstützung
"Die Transition wird im Verlauf des Jahres 2012 fortgesetzt und wir erwarten, dass die letzten Provinzen an die afghanischen Sicherheitskräfte bis Mitte des Jahres 2013 übergeben werden", sagte NATO-Generalsekretär Rasmussen vor Beginn eines Treffens der NATO-Verteidigungsminister. "Ab diesem Zeitpunkt wird sich die Rolle unserer Kampftruppen nach und nach von Kampfeinsätzen zur Unterstützung ändern." Es sei allerdings "von entscheidender Bedeutung, dass dieser Rollenwechsel abgestimmt vor sich geht".
Regierung Afghanistans überrascht
Afghanistan reagierte überrascht auf die Ankündigung Panettas. "Die Entscheidung, dies ein Jahr vorzuziehen, wirft die gesamten Planungen für die Übergangsphase über den Haufen", hieß es in afghanischen Regierungskreisen. Alle Vorbereitungen müssten drastisch beschleunigt werden. Die afghanische Regierung sei nicht im Voraus informiert worden. "Wenn sich die USA aus den Kämpfen zurückziehen, wird das sicher Konsequenzen für unsere Bereitschaft, Ausbildung und die Ausrüstung der Polizei haben."
In Brüssel beraten die NATO-Verteidigungsminister unter anderem über den Einsatz in Afghanistan und die Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte. Panetta nimmt an dem zweitägigen Treffen teil. Die NATO hatte sich bei ihrem Gipfel 2010 in Lissabon darauf verständigt, den Kampfeinsatz in Afghanistan bis Ende 2014 zu beenden.
Die USA hatten bisher erklärt, sie würden einen Großteil ihrer Kampftruppen bis Ende 2014 abziehen. Der neue Zeitplan stimme mit der in Lissabon beschlossenen NATO-Strategie überein, sagte Panetta. "Bei den Beratungen in Lissabon war es immer klar, dass einmal ein Punkt kommen würde, an dem wir den Übergang machen - um dann in der Lage zu sein, den erzielten Erfolg 2014 zu festigen". Daher gehe es nicht um eine neue Strategie, sondern darum, die Beschlüsse des Gipfels in Lissabon umzusetzen.
Kritik von Romney
Panettas Ankündigung erntete auch Kritik von Obamas möglichen Gegner im Rennen um die Präsidentschaft, dem Republikaner Mitt Romney. "Warum in aller Welt präsentiert man den Leuten, gegen die man kämpft, den Tag des Abzugs auf dem silbernen Tablett?", sagte er. "Das ergibt überhaupt keinen Sinn".
Einem US-Militärbericht zufolge gehen die radikal-islamischen Taliban davon aus, dass sie künftig wieder das Land beherrschen werden. Eine Rückkehr der Taliban nach dem Abzug der ISAF wäre ein politischer Rückschlag für die internationale Gemeinschaft, die Milliarden dafür ausgegeben hat, die Taliban zu stürzen und ein demokratisches System in dem Land zu etablieren.
"Bis Ende 2014 sollen alle US-Truppen das Land verlassen haben."
Steht die Befürchtung im Raum dass Sie aber nicht bis in die Heimat kommen, sondern ganz "in der Nähe" gebraucht werden.
entweder das, oder man will unbedingt wieder gewählt werden. Die letzten 10 Jahre hat die USA und die Willigen eine total falsche Taktik eingeführt und durchgezogen. Pakistan ist der Zwilling von
Afghanistan! Schade ums Geld!
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