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Gaddafi bezeichnet Sanktionen als „wertlos“ und droht mit Massaker

TRIPOLIS. Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi hat die gegen sein Land verhängten internationalen Sanktionen als „wertlos“ bezeichnet. Gleichzeitig drohte er mit einem Gemetzel an der Zivilbevölkerung, sollten die Rebellen eine Befreiung der Hauptstadt Tripolis wagen.

Die letzten Reste des libyschen Regimes, die sich noch in Tripolis in einem Bunker verschanzt halten, drohten mit einem Blutbad an der Zivilbevölkerung, sollten die Rebellen den angekündigten Befreiungsversuch der Hauptstadt unternehmen. „Hunderttausende Leben könnten verloren gehen“, warnte Regierungssprecher Mussa Ibrahim. Augenzeugen zufolge hat Gaddafis Luftwaffe gestern Angriffe im von der Protestbewegung kontrollierten Osten geflogen. Dabei seien Munitionsdepots bombardiert worden.

Giftgas gegen Aufständische?

Beobachter befürchten, dass Gaddafi in seinem Endkampf nicht davor zurückschreckt, auch Giftgas gegen die Aufständischen einzusetzen. Immerhin sind in Libyen noch 9,5 Tonnen Senfgas gelagert. Es handelt sich dabei um Reste eines chemisch-biologischen Waffenprogramms, zu dessen Aufgabe Gaddafi sich 2003 verpflichtete.

Die Macht des Diktators bröckelt immer mehr. Mittlerweile hat Gaddafi auch die Kontrolle über die meisten Öl- und Gasfelder verloren. Es gebe Grund zur Annahme, dass die Mehrzahl der Felder jetzt in der Hand von „provisorischen regionalen Führungsgremien“ und anderen Akteuren sei, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Immer dringender nötig wird nun humanitäre Hilfe. Im befreiten Osten werden die Nahrungsmittel bereits knapp, die Preise in den wenigen geöffneten Geschäften sind in den letzten Tagen explodiert. Der Nahrungsmittelmangel ist auch eine direkte Folge der Flucht tausender zumeist ägyptischer und asiatischer Gastarbeiter, die in der Landwirtschaft arbeiteten. Vorerst helfen UNO und Rotes Kreuz.

Proteste greifen über

Auch im Sultanat Oman nehmen die Demonstrationen für politische Reformen kein Ende. Hunderte Menschen hielten gestern einen zentralen Platz in der Stadt Sohar besetzt. Am Sonntag gab es bei schweren Zusammenstößen mit der Polizei mindestens zwei Tote. Unterdessen wächst auch in China der Widerstand. Obwohl die Polizei die Proteste mit Gewalt beendet hatte, rufen Internetaktivisten zu neuen Kundgebungen auf. Im Iran wurden die Regimekritiker Moussawi und Karroubi zur Vorsicht gleich festgenommen.

1
Gaddafi ist nicht in Libyen... · von linz010 (315) · 01.03.2011 17:37 Uhr

...er ist dei seinen BZÖ/FPK freunden im Bärental!

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du bist aber witzig · von oneo (6186) · 01.03.2011 18:02 Uhr

trinkst du heimlich?

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3
Sanktionen wertlos? · von treveller (9) · 01.03.2011 16:32 Uhr

Ja, die Sanktionen sind in der Tat wertlos, da sie nur die Familie und dessen Clan betreffen. Die Revolution selbst hat nicht das Geringste davon und hat farauf auch gar keinen Einfluss.
Die Sanktionen dienen nur der Positionierung der Gemeinschaft gegenüber den möglichen neuen Machthabern. Die Bevölkerung wird davon nicht im mindesten betroffen.

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Artikel 01. März 2011 - 00:04 Uhr
OÖNachrichten
Bild vergrößern Gaddafi bezeichnet Sanktionen als „wertlos“ und droht mit Massaker

Gaddafi-Gegner wollen auch die Hauptstadt „befreien“.  Bild: epa

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