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Merkel startet die heiße Phase der Debatte über AKW-Laufzeiten

BERLIN. Per Zeitungsinterview hat die deutsche Kanzlerin den Startschuss zur heißen Phase der Debatte über die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke gegeben.

Der Tag, an dem die Bundesregierung ihr Energiekonzept präsentiert, rückt näher – und mit ihm der Widerstand gegen die voraussichtlichen Pläne. Konservative und Liberale planen dafür, die Atomkraftwerke Deutschlands deutlich länger am Netz zu lassen, als das derzeit gesetzlich vorgesehen ist.

Fest steht zwar noch nicht, um wie viele Jahre es sich dabei handeln soll. Im Gespräch ist aber, die Länderkammer bei dem neuen Gesetz zu umgehen. Denn im Bundesrat haben Union und FDP nicht mehr die Mehrheit. Die Opposition aus SPD, Grünen und Linkspartei könnte das Vorhaben kippen.

„Egal, ob am Ende vier, elf oder 20 Jahre verhandelt werden: Wir werden uns mit allen politischen und juristischen Mitteln gegen diese Pläne stellen“, erklärte gestern die Chefin der Grünen, Claudia Roth. Auch die SPD droht mit dem Verfassungsgericht. Ihr Parteivorsitzender Sigmar Gabriel sprach von „knallharter Lobbypolitik für die Atomkonzerne“, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verkaufe die Sicherheit der Bevölkerung.

Denn die Energiekonzerne setzen sich dafür ein, dass ihre abgeschriebenen AKWs möglichst lange Strom produzieren. Merkel hatte am Sonntag Laufzeitverlängerungen von 15 Jahren für „fachlich vernünftig“ erklärt. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) tritt dagegen für acht Jahre ein. Merkel verbindet die Verlängerung der Laufzeiten mit Sicherheitsauflagen und einem Beitrag der Branche zum Ausbau der erneuerbaren Energie.

Laut Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sollen Gutachter Verlängerungen von 12 bis 20 Jahre für sinnvoll halten. Die von der Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung habe ergeben, dass der volkswirtschaftliche Nutzen bei einer Laufzeitverlängerung zwischen zwölf und 20 Jahren höher sei als bei den „Extrem-Varianten“ zwischen vier und 28 Jahren.

Für den Chef der Deutschen Energieagentur, eines mehrheitlich staatlichen Instituts, steht indes fest, dass es keine Laufzeitverlängerungen und keine „Brückentechnologie Atomkraft“ brauche. Man habe bereits, nämlich vor zehn Jahren, ein Ausstiegsprogramm erarbeitet, so Stephan Kohler.

Die Regierung will ihr Energiekonzept Ende September vorstellen.

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gegen AKWs !!! · von fuertiere (119) · 23.09.2010 08:30 Uhr

Atomkraft muss ein Auslaufmodell bleiben. Sonne, Wind, Biomasse und Wasser plus Energieeffizienz und Einsparung gehören die Zukunft!

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Hahaha, du hast ja Recht · von Internerdhoernchen (5011) · 23.09.2010 09:32 Uhr

nur sage das den E-Bikern, Segwayern und E-Auto-Fetischisten.

Das Wasser wurde verschenkt!
Die Sonne bekommt von militanten Nichtscheiner_innen ein Scheinverbot.
Der böhmische Wind darf uns auch nichts mehr blasen...
und so viel Biomasse können unsere Stadtwächter gar nicht einsammeln, dass die E-Verschleuderer keine zusätzliche Atomkraft brauchen.

Und überhaupt ist es uns sowieso wurscht, wenn in Tschechien ein Atomkraftl explodert!
Die erhöhte Krebsrate kommt nämlich vom Rauchen und ist sicher keine Langzeitfolge von Tschernobyl!

(0)
Artikel 31. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Christine Zeiner, Berlin
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Bild: Reuters

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