Als Barack Obama für das Weiße Haus kandidierte, versprach er für die Zukunft Hoffnung und Wandel. Aber er brachte dem Land noch mehr: Schulden und Ausgaben.
Nun stellte der Präsident dem Kongress seinen Entwurf für das kommende Haushaltsjahr vor und gab bekannt, dass die US-Regierung Gesamtausgaben in Höhe von 3,8 Billionen Dollar tätigen müsse. Würde man dieses Geld in Form von 1-Dollar-Scheinen aufeinanderstapeln, dann würde der Stoß bis zum Mond und noch weiter reichen. Mehr als ein Drittel des benötigten Geldes muss geliehen werden. Die USA haben inzwischen die höchste Staatsverschuldung der Welt.
Obamas Problem ist, dass die US-Wirtschaft nur langsam aus der Krise findet. In einer Rezession sind Staatsausgaben eine der Möglichkeiten, die Konjunktur wieder anzukurbeln. Wenn er die Hilfsprogramme jetzt zu früh einstellt, könnte er damit alles noch schlimmer machen. Obama hat zwar einen Plan, wie er das Defizit in den Griff bekommen könnte, aber der Erfolg wäre erst Jahre später zu sehen. Die Auswirkungen der Verschuldung sind dagegen schon heute spürbar.
Viele Amerikaner sind nicht damit einverstanden, dass sämtliche Schulden mit Steuergeldern bezahlt werden sollen. Da man im Ausland ständig Geld aufnehmen muss – allen voran in China – fürchten inzwischen einige, dass sich Washington dadurch in einen Zustand der Unterwürfigkeit manövriert. Joe Biden, der US-Vizepräsident, sagte, dass die Staatsverschuldung eines Tages „ein Problem für die nationale Sicherheit werden könnte“.
Gemäß der US-Verfassung bestimmen allein die Abgeordneten, wie viel und wofür die Regierung Geld ausgibt. Gut möglich, dass der Vorschlag des Präsidenten nicht akzeptiert wird. Lassen Sie uns also beobachten, wie kostspielig diese ganzen Schulden werden – sowohl in politischer wie auch wirtschaftlicher Hinsicht.
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„Eine neue Chance zum Leben“