Islamophobie sei wie Antisemitismus ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Erdogan am Dienstag vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara, wie der Fernsehsender Kanal 7 berichtete. Die Entscheidung zum Minarett-Verbot müsse korrigiert werden.
Auch Staatspräsident Abdullah Gül kritisierte den Ausgang der Volksabstimmung in der Schweiz vom Sonntag, bei der sich die Mehrheit der Wähler gegen den Neubau von Minaretten ausgesprochen hatte. Die Entscheidung sei eine "Schande" für die Schweizer und zeige, wie weit die Islam-Feindlichkeit in der westlichen Welt vorangeschritten sei.
Schweizer Türken angeblich empört
Das Außenministerium erklärte, die mehr als 100.000 in der Schweiz lebenden türkischen Staatsbürger seien wegen des Ausgangs des Referendums besorgt. Es handle es um eine "den menschlichen Grundwerten und Grundfreiheiten widersprechende und unglückliche Entscheidung".
Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) bedauerte den Entscheid des Schweizer Stimmvolks, Minarette im Land zu verbieten. Der Bundesrat (Schweizer Regierung) müsse nun eine Lösung zu finden, die internationale Menschenrechtsverpflichtungen nicht verletze.
Das Abstimmungsresultat vom Sonntag sei schwer in Einklang mit den Bemühungen der Schweiz in den vergangenen Jahren zu bringen, Vorurteile und Diskrimination zu bekämpfen, schrieb die ECRI in einer Mitteilung vom Dienstag.
Erdogan sieht eingeschränkte Religionsfreiheit
Das Verbot von Minarette werde zur Diskriminierung von Muslimen führen und deren Religionsfreiheit einschränken. Bereits in ihrem Bericht über die Schweiz vom September habe die ECRI in diesem Zusammenhang vor einem Anstieg rassistischer Vorurteile gegenüber der muslimischen Gemeinde in der Schweiz gewarnt.
Die ECRI fordert die Schweizer Regierung in der Mitteilung auf, die Folgen des Abstimmungsresultates genau zu prüfen. Internationale Menschenrechtsverpflichtungen müssten eingehalten und der Dialog mit den Vertretern der muslimischen Gemeinde weitergeführt werden.
ist um nichts besser als der Islam. Sie ist lediglich schon ein paar Hundert Jahre weiter.
Verheiratung von Minderjährigen gab es auch in Europa im Mittelalter.
Dann wären da noch Kreuzzüge, Inquisition, Zölibat ...
Die katholische Kirche hat erst 1970 offiziell anerkannt, dass die Erde eine Kugel ist.
Die Rechte der Frauen interessieren im Vatikan auch niemanden.
... wolltest du doch sicher sagen.
Bei den aufgelisteten Fehlern der Kirche (*gähn*) verwendest du die Vergangenheitsform.
Außer bei den Frauenrechten - wobei hier anzumerken ist, dass die letzten Beschneidungen und Zwangsehen im Vatikan auch schon ein paar Jahre her sind
Frauen dürfen keine katholischen Priester werden - das mit den Frauenrechten im Islam in Verbindung zu bringen stellt eine grobe Verniedlichung dar.
Nun gut.
Beim Islam ist "sowas" heute gelebte Praxis.
Du nimmst also eine Zukunft vorweg, in der der Islam sich dann auch so weit entwickelt haben wird?
Heute gibt es also ein gewisses Werte-Gefälle in Richtung Islam?
Aber der wird sich auch weiterentwickeln, weil zu erwarten ist, dass er dem Beispiel des Christentums folgen wird?
Dann ist ja alles in Butter!
Warten wir halt noch ein paar Jahrhunderte ...
sollte lediglich aufzeigen, dass der Islam für sich gar nicht so anders ist als das Christentum, sich aber wie gesagt auf einer anderen Entwicklungsstufe befindet. Dies hängt aber auch von den Ländern ab, in denen die jeweilige Religion praktiziert wird.
PS: Wie viele Christen in Österreich leben wirklich religiös, und wie viele Hauchler gehen nur zu Ostern und Weihnachten in die Kirche?
PPS: Bitte versteh mich nicht als Beführworter des Islam, wegen mir brächte ich nicht mal das Christentum. Letzten Endes ist jede Religion darauf ausgelegt seine Mitglieder zu lenken. Selbstständiges Denken wird hier kaum gefördert.
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