"In Deutschland ist es üblich, dass man hier Deutsch spricht" erklärt der FDP-Chef bei der internationalen Pressekonferenz und weigert sich die Frage des BBC-Reporters zu beantworten, wenn sie nicht auf Deutsch gestellt wird. Dass Westerwelle der nächste deutsche Außenminister wird, gilt als so gut wie sicher. Nun lässt er in einer internationalen Pressekonferenz keine Frage auf Englisch zu und so sind Westerwelles Englischkenntnisse nicht nur in Deutschland ein Thema.
Nun wird im Internet versucht zu belegen, warum der sonst so gesprächige Westerwelle gegenüber dem BBC-Reporter so gereitzt war. Auf der Internetplattform Youtube etwa findet sich ein Video in dem Westerwelles Englischkenntnisse näher betrachtet werden. http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY
Auf die Bitte des BBC-Reporters nach einer Antwort auf Englisch hat sich der FDP-Frontmann Westerwelle so geäußert: "So wie es in Großbritannien üblich ist, dass man dort selbstverständlich Englisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier Deutsch spricht." Die Frage des BBC-Reporters an Westerwelle wurde daraufhin von Mitarbeitern auf Deutsch übersetzt und auch Westerwelle sprach nur Deutsch.
Für das in Großbritannien als liberal geltende Blatt "Independent" gab es nur eine Interpretation für Westerwelles Reaktion: Das Ganze sei der "Vorgeschmack auf ein neues teutonisches Selbstbewusstsein in internationalen Angelegenheiten".
Verteidigt wurde Westerwelle in der deutschen "Welt". Die, die Westerwelle jetzt wegen seiner Englischkenntnisse in die Pflicht nähmen, sollten selbst erst einmal belegen, wie gut ihr Oxford-Englisch sei. Westerwelle würde sich im Englischen wohl besser artikulieren können als manch anderer Politiker. Ein parallel zum Artikel angebotenes Voting der konservativen Zeitung mit der Frage "Wäre Westerwelle ein würdiger Außenminister?" erreichte am Mittwochvormittag nur 35 Prozent Pro-Stimmen.
Ein Video mit einem Ausschnitt aus der Pressekonferenz finden sie unter:
http://www.spiegel.de/video/video-1024231.html
In dem Live-Mitschnitt konnte man zwei Westerwelle erleben!
Der Erste hat auf „preussische Art“ darauf bestanden, in einer deutschen Presse-Konferenz nur die deutsche Sprache gelten zu lassen.
Ein Affront gegenüber dem Auslands-Korrespondenten zwar, wie ich meine: er hätte die Frage auf Englisch ja auch zulassen können, aber in Deutsch antworten! Damit hätte er die Klippe eleganter umschiffen können!
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Der Zweite bekam plötzlich Bedenken, dass er vielleicht doch etwas zu forsch aufgetreten sei und verwies darauf, dass er „selbstverständlich“ bereit sei, außerhalb dieser Pressekonferenz jegliches Gespräch in Englisch zu führen.
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Ein bisschen Angst vor er eigenen Courage hat er dann also doch noch gekriegt: das macht ihn aber eher menschlich!
Wie wäre es - Herr designierter Außenminister - mit einem Grundkurs in Englisch ?
Wäre ja doch ganz nützlich wenn die anderen Staatschefs wenigstens ein bißchen verstehen, was Sie sagen wollen ....
Daheim können Sie dann wieder Deutsch reden - es sollen ja auch die anderen einen Deutschkurs machen ....