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US-Kampfhubschrauber in Hörsching

LINZ/KIEW. Österreich hatte Genehmigung für Zwischenlandung und Betankung erteilt.

US-Kampfhubschrauber in Hörsching Zusammenhang mit Ukraine-Konflikt?

Einer der S-70 "Black Hawk" der US-Army, die gestern in Hörsching einen Tankstopp einlegten. Bild: Heer/Simader

Lassen nach Russlands Präsident Wladimir Putin auch die USA die militärischen Muskeln spielen? US-Präsident Barack Obama forderte gestern den Kremlchef zum Abzug der Truppen von der ukrainischen Grenze auf. Um die Situation umgehend zu deeskalieren, müsse Russland "diese Truppen zurückziehen und direkte Verhandlungen mit der ukrainischen Regierung und mit der internationalen Gemeinschaft beginnen", sagte Obama dem Sender CBS. Etwa zur gleichen Zeit landeten neun US-Kampf- (AH-64 "Apache") und -Transporthubschrauber (S-70 "Black Hawk") auf dem Flughafen Hörsching. Sie tankten auf und flogen weiter nach Ungarn. Offiziell, um an einer Übung teilzunehmen. Doch Ungarn grenzt auch an die Ukraine.

"Die USA haben im Rahmen des Truppenaufenthaltsgesetzes beantragt, mit 13 Black Hawk und 4 Apache Österreich zu überfliegen bzw. in Hörsching zur Betankung zwischenzulanden", sagte Oberst Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, den OÖNachrichten. Dies sei ein üblicher Vorgang, fügte Bauer hinzu.

Krim als "Glücksspielzone?"

Unterdessen wird der Anschluss der Krim an Russland immer konkreter: Die prorussische Führung will die Halbinsel zur russischen "Glücksspielzone" machen. Auf diese Weise soll die Krim, deren Haushaltsdefizit laut Moskauer Angaben gut eine Milliarde Euro beträgt, wieder wirtschaftlich gestärkt werden. Kremlchef Putin zeigt sich durchaus interessiert: "Bei richtiger Organisation kann die Krim zu einem sehr attraktiven Standort werden", so Putin. Langfristig könne sich die Krim vom "Hilfsempfänger" zur Region entwickeln, die "bedeutende Einkünfte hat und an Russland abgibt", sagte auch Regierungschef Medwedjew.

Ende 2006 hatte Putin per Gesetzesänderung das Glücksspiel in Russland verboten. Seit 2009 ist es aber wieder in eigenen Sonderwirtschaftszonen fernab der russischen Hauptstadt erlaubt. (eku)

 

Ex-präsident Janukowitsch zündelt in der Ukraine

Krim - Nach dem umstrittenen Referendum auf der Krim hat der entmachtete ukrainische Präsident Janukowitsch für jedes Gebiet der Ukraine eine eigene Volksbefragung gefordert. „Als Präsident rufe ich jeden vernünftigen Bürger der Ukraine auf – lasst euch nicht von Selbsternannten ausnutzen“, sagte er. Seine Aussagen könnten die Spannungen im prorussischen Osten und Süden wieder anheizen. Im Osten der Ukraine gibt es seit Wochen Proteste prorussischer Demonstranten, die einen Beitritt zu Russland fordern. Aber auch in Kiew kommt es wieder zu Protesten: Nach dem Tod eines ihrer Anführer durch Polizeikugeln setzt die ultranationalistische Gruppe „Rechter Sektor“ ihren Protest gegen die neue Führung fort.

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Artikel 29. März 2014 - 00:05 Uhr
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