Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 24. April 2018, 06:20 Uhr

Linz: 14°C Ort wählen »
 
Dienstag, 24. April 2018, 06:20 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Trump telefoniert mit Putin, Merkel und Hollande

WASHINGTON / BERLIN / MOSKAU / PARIS. Der neue US-Präsident hat am Samstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande telefoniert.

Donald Trump Bild: (Reuters)

Mit Russlands Präsidenten Putin vereinbarte Trump, den internationalen Terrorismus gemeinsam zu bekämpfen. Die Russland-Sanktionen waren offenbar kein Thema.

Sie wollten das Vorgehen gegen den Islamischen Staat (IS) und andere Terrormilizen in Syrien koordinieren, informierte das russische Präsidialamt über das erste Telefonat Trumps mit Putin seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten vor einer Woche.

Die zwei Länder wollten auch ihre Wirtschaftskontakte wiederbeleben und die gegenseitigen Beziehungen stabilisieren. Die US-Sanktionen gegen Russland wurden in der Erklärung nicht erwähnt. Die Präsidenten hätten ihre Stäbe angewiesen, Ort und Zeit eines möglichen Treffens zu klären, hieß es weiter.

Vor Putin war Trump in telefonischem Kontakt mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dabei hätten sie die "fundamentale Bedeutung" der NATO für die transatlantischen Beziehungen und die Bewahrung von Frieden und Stabilität betont.

Die Länder sollten für die kollektive Sicherheit ihren fairen Teil dazu beitragen. Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder die europäischen NATO-Länder kritisiert, finanziell nicht genug beizutragen.

Die beiden Ländern wollten ihre bilateralen Beziehungen weiter ausbauen. In dem 45-minütigen Telefonat habe Trump auch seine Teilnahme am G-20-Treffen in Hamburg im Juli zugesagt, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Abend in Berlin mit. Trump habe auch "seine Freude ausgedrückt", Merkel bald in Washington zu begrüßen.

Klare Worte fand Frankreichs Präsident Hollande. Dieser habe in seinem Telefongespräch mit Trump vor einer Abschottung der USA gewarnt. In einer unstabilen Weltlage wie der heutigen sei dies eine Sackgasse. Auch forderte Hollande seinen US-Kollegen auf, das Prinzip der Aufnahme von Flüchtlingen zu respektieren, teilte das französische Präsidialamt mit.

Ein weiterer Gesprächspartner Trumps war Japans Regierungschef Shinzo Abe. Ihm sicherte Trump die volle Unterstützung der USA zu. Bei dem Gespräch sei es unter anderem um die Bedrohung des US-Verbündeten durch das nordkoreanische Atomprogramm gegangen.

Trump lud den japanischen Regierungschef für den 10. Februar zu einem Treffen nach Washington ein. Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis werde "demnächst" nach Japan reisen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Nach seinem Wahlsieg hatte Trump Abe Mitte November als ersten amtierenden Regierungschef empfangen. Eine seiner ersten Amtshandlungen war der Ausstieg der USA aus dem Freihandelsabkommen TPP. Damit brüskierte er auch seinen Handelspartner Japan. Abe kündigte nach der Entscheidung an, er wolle Trump davon überzeugen, an dem gemeinsamen Abkommen festzuhalten.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 28. Januar 2017 - 19:00 Uhr
Mehr Außenpolitik

Syrien: Mit neuem Gesetz enteignet das Assad-Regime Millionen Flüchtlinge

DAMASKUS. Wer keine Dokumente für seinen Besitz bei einer neuen Behörde vorweisen kann, verliert ihn.

Nord- und Südkorea stoppten vor Gipfeltreffen Lautsprecher-Propaganda

SEOUL / PJÖNGJANG. Die Staatschefs Kim Jong-un und Moon Jae-in treffen sich am Freitag erstmals.

Armeniens Premier trat nach Protesten zurück

ERIWAN. Sersch Sargsjan war erst seit einer Woche im Amt.

Türkei beantragt Wahllokale in Deutschland

ANKARA/BERLIN. Die Türkei hat bei Deutschland die Einrichtung von Wahllokalen für die Parlaments- und ...

Politischer Anführer der Houthi-Rebellen bei Angriff im Jemen getötet

SANAA. Der politische Anführer der Houthi-Rebellen im Jemen ist bei einem Luftangriff getötet worden.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!