Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 24. Juni 2017, 07:07 Uhr

Linz: 17°C Ort wählen »
 
Samstag, 24. Juni 2017, 07:07 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Russland verbietet Zeugen Jehovas

MOSKAU. Das Oberste Gericht Russlands hat die Zeugen Jehovas als extremistisch verboten und ihr Vermögen eingezogen.

Russland Putin

Wladimir Putin   Bild: (AFP)

Die Glaubensgemeinschaft müsse ihre Russland-Zentrale in St. Petersburg und 395 örtliche Organisationen auflösen, befanden die Richter am Donnerstag in Moskau. Die Zeugen Jehovas kündigten an, ihren Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu tragen.

Um gegen das drohende Verbot zu protestieren, hatte die Organisation ihre Anhänger weltweit dazu aufgerufen, Briefe an den Kreml zu schreiben.

"Die religiöse Organisation Zeugen Jehovas zeigt Merkmale extremistischer Tätigkeit", sagte eine Vertreterin des russischen Justizministeriums vor Gericht, wie die Agentur Interfax meldete. "Sie stellen eine Gefahr für die Rechte der Bürger, die öffentliche Ordnung und die öffentliche Sicherheit dar."

Als extremistisch stufte die Behörde vor allem die Zeitschrift "Der Wachtturm" ein, die trotz Verbots weiter verteilt werde. Dass die Zeugen Jehovas ihren Mitgliedern Bluttransfusionen verbieten, sei ein Verstoß gegen Menschenrechte. Die Gemeinschaft soll in Russland nach Presseberichten etwa 170.000 Anhänger haben.

Kritiker schätzen die Zeugen Jehovas als autoritäre Gruppe ein, die Gehorsam erwarte und ihre Mitglieder sozial isoliere. In Deutschland sind sie aber wie die großen Kirchen als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 20. April 2017 - 19:23 Uhr
Weitere Themen

Die EU bemüht sich um Optimismus: "Das war ein Gipfel neuer Tatkraft"

BRÜSSEL. Das deutsch-französische Duo "Mercron" will die EU wieder voranbringen.

Obama kämpft verzweifelt gegen Trumps Politik

Amerikas Ex-Präsident will seine Gesundheitsreform retten.

"Bruch mit dem Iran": Golfstaaten stellen Katar ein Ultimatum

DOHA. Innerhalb von zehn Tagen soll das Emirat die 13 Forderungen der Araber umsetzen – andernfalls ...

Terrorangst: Kriegsschiff soll Hamburg schützen

HAMBURG. Wenn sich nächstes Wochenende die mächtigsten Menschen der Welt in Hamburg zum G20-Gipfel ...

Türkei hat wieder Botschafter in Wien

ANKARA/WIEN. Die Türkei hat ab 4. Juli wieder einen Botschafter in Wien.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!