Angesichts des Streits um die israelischen Siedlungspläne ist der Reisetermin für US-Nahostvermittler Mitchell offen. An sich war Mitchell am Dienstag in der Krisenregion erwartet worden. Nun ist aber unklar, ob er noch nach Israel reist, bevor das Nahost-Quartett am Freitag in Moskau zusammenkommt. Mitchell soll in indirekten Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern vermitteln.
Die Beziehungen zwischen Israel und den USA sind durch den geplanten Wohnungsbau in Ost-Jerusalem stark belastet. Trotz internationaler Kritik hält Israel an dem umstrittenen Bauvorhaben fest, das während eines Besuchs von US-Vizepräsident Biden in Israel in der vergangenen Woche bekanntgegeben wurde.
US-Außenministerin Clinton hatte die Siedlungspläne in dem Jerusalemer Stadtviertel Ramat Shlomo am Freitag während eines Telefongesprächs mit Israels Ministerpräsident Netanjahu harsch kritisiert. Die Palästinenser haben erklärt, bis zur Rücknahme der Siedlungspläne werde es keine Friedensgespräche geben.
Die USA setzen sich für indirekte Gespräche zwischen den Palästinensern und Israel ein. Israel versteht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser sehen den Ostteil dagegen als Hauptstadt eines zukünftigen Staates.
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