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Militäreinsatz vor libyscher Küste

ROM. Italien schickt Soldaten in Hoheitsgewässer des nordafrikanischen Staates.

   Bild: (Reuters)

Italien will mit einem Marineeinsatz direkt vor der Küste Afrikas das Schleppergeschäft bekämpfen – in den Hoheitsgewässern Libyens. Das Vorhaben der Regierung haben gestern beide Parlamentskammern abgesegnet.

Regierungschef Paolo Gentiloni hatte in der Vorwoche erklärt, seine Marine habe eine offizielle Einladung aus Libyen erhalten. Italien will nun der dortigen Küstenwache auch in deren Hoheitsgewässern mit Kriegsschiffen, Drohnen und Soldaten helfen. Denn die sogenannte Zwölf-Meilen-Zone ist jener Bereich, in dem die Schlepper die Flüchtlinge in die Boote setzen.

Wie Italien im Einzelfall eingreifen soll, werde durch die libyschen Behörden festgelegt, heißt es.

Weniger Flüchtlinge im Juli

Die Zahl der Neuankünfte von Flüchtlingen in Italien hat sich im Juli gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. 11.193 Migranten wurden im vergangenen Monat im Mittelmeer gerettet und in Häfen Süditaliens gebracht, im Juli 2016 waren es 23.552 gewesen, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Der starke Rückgang im Juli, in dem 2016 besonders viele Ankünfte registriert wurden, könnte eine Trendwende bedeuten. Die geringeren Ankünfte können nicht auf das Wetter zurückgeführt werden, denn das sei für Überfahrten sehr gut gewesen. Von Jahresanfang bis 2. August 2017 trafen 95.215 Migranten in Italien ein. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 97.892.



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Artikel OÖN 03. August 2017 - 00:04 Uhr
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