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„Krieg ist das Letzte, was wir wollen“

„Krieg ist das Letzte, was wir wollen“

Israels Botschafter Aviv Shir-On Bild: hermann wakolbinger

LINZ. Wird Israel die iranischen Atomanlagen angreifen? Das war eine der Fragen an den israelischen Botschafter Aviv Shir-On, als dieser am Mittwoch einen Vortrag im ORF-Landesstudio Linz hielt.

Was mit dem Iran jetzt passiere, hänge von den USA und der internationalen Gemeinschaft ab, sagte der Botschafter zu den Zuhörern aus dem Kreise verschiedener Rotary Clubs. Der jüngste IAEO-Bericht habe bestätigt, was man in Israel schon lange wisse: dass Teheran Atomwaffen baue. „Ich kann nur hoffen, dass die internationale Gemeinschaft die Sanktionen, den politischen und diplomatischen Druck verschärfen“, sagte Shir-On. Dieser Druck habe aber keine Erfolgschancen, wenn die Iraner nicht wüssten, dass „alle anderen Optionen“ noch offen seien. „Wir meinen, dass man zuerst alle diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen Wege versuchen sollte.“ Das Letzte, was Israel wolle, sei ein Krieg.

Mehrmals warf Shir-On dem Westen Doppelmoral im Umgang mit arabischen Potentaten vor und nannte in diesem Zusammenhang den jüngst umgekommenen libyschen Revolutionsführer Gaddafi. Richtung Wien kritisierte er, dass Österreich der Aufnahme der Palästinenser in die UNESCO zugestimmt hatte. Mit ihrem Bestreben um Aufnahme in die UNO würden die Palästinenser die Vorteile eines Staates genießen wollen, ohne mit Israel über einen Frieden verhandeln zu müssen. Das sei inakzeptabel. (nie)

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Artikel 11. November 2011 - 00:04 Uhr
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