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Kim Jong-un droht in Neujahrsbotschaft mit Atomwaffenangriff

PJÖNGJANG. "Keine Erpressung, sondern Realität": Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsbotschaft mit einem Atomwaffenangriff gedroht.

Kim Jong Un  Bild: (Reuters)

"Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch", erklärte Kim am Montag. Dies sei "keine Erpressung, sondern die Realität". Sein Land müsse Atombomben und Raketen nun in Massenproduktion herstellen und ihre Stationierung beschleunigen.

Nordkorea treibt seine atomare Aufrüstung voran und richtet immer wieder Drohungen gegen Südkorea und die USA. Im September testete das international isolierte Land eine Wasserstoffbombe, die nach japanischen Angaben eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen hatte - mehr als zehnmal so viel wie die Atombombe, welche die US-Streitkräfte 1945 über Hiroshima abwarfen.

Ende November brüstete sich Nordkorea mit dem Test einer Interkontinentalrakete und erklärte, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte wiederholt Sanktionen gegen Nordkorea, zuletzt am 22. Dezember.

Südkorea begrüßt Neujahrsrede 

Südkorea hat einem Agenturbericht zufolge positiv auf die Neujahrsansprache von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un reagiert. Das Präsidialamt begrüße die Rede, berichtete die Agentur Yonhap am Montag.

Kim beschwor zwar die abschreckende Wirkung seiner Atomwaffen. Gleichzeitig zeigte er sich aber offen für Gespräche mit dem Süden und zog die Entsendung einer nordkoreanischen Delegation zu den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang in Erwägung.

Das Organisationskomitee zeigte sich dafür aufgeschlossen. "Das Komitee wird relevante Fragen sowohl mit der südkoreanischen Regierung als auch dem Internationalen Olympischen Komitee erörtern", teilte der Präsident des Organisationskomitees von Pyeongchang mit.

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Artikel nachrichten.at/apa 01. Januar 2018 - 07:51 Uhr
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