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"Kein Zweifel, wir verlassen die EU"

LONDON/BRÜSSEL. In Brüssel starten heute die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien.

"Kein Zweifel, wir verlassen die EU"

Brexit-Minister David Davis Bild: APA

Beim Brexit-Referendum am 23. Juni 2016 sagten 51,9 Prozent der Wähler Ja zum EU-Austritt Großbritanniens. Heute, knapp ein Jahr später, starten in Brüssel die Brexit-Verhandlungen. Und für den britischen Brexit-Minister David Davis gibt es kein Zurück mehr: "Es sollte keine Zweifel geben, wir verlassen die Europäische Union", sagte der konservative Politiker gestern. Die Regierung werde "das historische Ergebnis" des Referendums durchsetzen.

Nach einem Treffen mit Premierministerin Theresa May in Paris hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der vergangenen Woche gesagt, er halte einen Verbleib Großbritanniens in der Gemeinschaft aus Sicht der verbleibenden EU-Staaten weiter für möglich. "Die Tür ist natürlich immer noch offen, solange es keine abgeschlossene Verhandlung über den Brexit gibt", sagte Macron.

Ähnlich argumentierte Guy Verhofstadt, der Brexit-Beauftragte des EU-Parlaments: "Den Briten steht der Weg offen, ihre Meinung zu ändern und wieder Teil der EU zu sein", sagte der Belgier der "Welt am Sonntag". Allerdings gäbe es dann für die Briten keine Sonderwünsche oder Rabatte mehr.

"Tiefe, besondere Beziehung"

Für Davis ist das keine Option. Großbritannien kehre Europa aber nicht den Rücken. "Es ist lebenswichtig, dass der Deal, den wir schließen, es sowohl dem Vereinigten Königreich als auch der Europäischen Union ermöglicht, zu gedeihen", so Davis. Man strebe eine "tiefe und besondere Beziehung" mit "unseren engsten Verbündeten und Freunden" an.

Davis erwartet zwar, dass sich die Gespräche an einigen Punkten schwierig gestalten werden. Man werde sie aber konstruktiv angehen, sagte der Brexit-Minister.

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Artikel 19. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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