Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 3. September 2015, 14:52 Uhr

Linz: 19°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 3. September 2015, 14:52 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Hillary Clinton und Timothy Geithner sind amtsmüde - Barack Obama sucht neue Köpfe für seine Regierung

WASHINGTON. Der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat und langjährige Senator John Kerry gilt als heißer Anwärter auf die Nachfolge Hillary Clintons im Außenministerium.

John Kerry

John Kerry Bild: EPA

Angeblich hat der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im US-Senat bereits Vertraute im „State Department“ platziert. „Es wunderte mich sehr, wenn es nicht auf Kerry hinausliefe“, verriet ein hoher Mitarbeiter des Ministeriums unserer Zeitung.

UN-Botschafterin Susan Rice, die ebenfalls im Gespräch für die Nachfolge war, sei durch die Handhabung des Anschlags auf die Botschaft in Libyen zu sehr belastet. Sie hatte anfangs den terroristischen Hintergrund geleugnet und scheidet deshalb als Anwärterin aus.

Als sicher gilt, dass Hillary Clinton (65) nach vier Jahren Dauerstress sehr bald zurücktritt und eine politische Auszeit nimmt. Sie hatte dies vor den Wahlen bereits angekündigt. Damit bliebe ihr Zeit, eine Präsidentschafts-Kandidatur für 2016 vorzubereiten.

Aufhören wollen auch Verteidigungsminister Leon Panetta und Finanzminister Timothy Geithner, der zur Wissenschaft zurückkehren will. Als Nachfolger im Gespräch für das Pentagon ist der ehemalige republikanische Senator aus Nebraska, Chuck Hagel. Für das Finanzministerium läuft sich Jack Lew warm, der Stabschef im Weißen Haus ist.

Auf dem Weg zurück in die Wissenschaft und Wirtschaft befinden sich auch Energieminister Steven Chu, Innenminister Ken Salazar, Agrarminister Tom Vilsack, Handelsminister Ron Kirk und Verkehrsminister Ray LaHood. Auf alle Genannten warten top honorierte Stellen an renommierten Unis. Interesse zu bleiben signalisierten der schwarze Justizminister Eric Holder und Heimatschutzministerin Janet Napolitano.

Obama könnte die Neubesetzungen nutzen, das Verhältnis zur Wirtschaft zu verbessern und mehr moderate Republikaner einzubinden. Dafür böte sich die neue Kabinetts-Position eines Wirtschaftsministers an. Unter anderem im Gespräch ist Olympia Snowe, die bis vor kurzem Maine im US-Senat vertrat.

Kommentare anzeigen »
Artikel Thomas Spang 09. November 2012 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Korruption: Guatemaltekischer Präsident Perez zurückgetreten

GUATEMALA-STADT. In der Korruptionsaffäre in Guatemala ist Staatschef Otto Perez am Donnerstag ...

In Türkei könnte nach der Wahl vor der Wahl werden

ISTANBUL. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat es wieder getan: Er hat die Türken erneut dazu ...

Chinas Präsident will Truppen um 300.000 Soldaten verkleinern

PEKING. Zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Asien hat in Peking die bisher größte ...

Flüchtlinge: Endlich bewegt sich die EU

BRÜSSEL. Kommission will Quoten und Aufnahmestellen im Süden – Schiffe gegen Schlepper.

US-Präsident Obama kann Atom-Deal mit dem Iran im Kongress durchsetzen

Mit 34 Senatorenstimmen kann das Weiße Haus den Nuklear-Kompromiss absichern.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!