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Frankreichs Minister Woerth schließt Rücktritt aus

PARIS. Der französische Arbeitsminister Eric Woerth hat nach eigenen Angaben "absolut nicht" die Absicht, von seinem Amt zurückzutreten.

In einem Interview für den Pariser Radiosender "Europe 1" bestritt Woerth neuerlich, seiner Ehefrau einen Posten als Vermögensverwalterin bei L'Oréal-Erbin Bettencourt verschafft zu haben. Er hoffe, in der Affäre "so rasch als möglich" von der Justiz angehört zu werden.

"Kurzfristige Anhörung"

"Je rascher es ist, umso besser ist es. Allerdings hat die Justiz über den Moment zu entscheiden, in dem sie mich anhören will", sagte Woerth in dem Radiointerview. Die mit den Ermittlungen befasste Staatsanwaltschaft hatte am Montag angekündigt, dass die Anhörung des Ministers "kurzfristig" stattfinden soll. Um den Minister vernehmen zu können, muss das Gericht eine Anfrage an den Ministerrat richten. Nach Angaben des Elysée-Generalsekretärs war das am Montag noch nicht der Fall.

Die Frau des Arbeitsministers, Florence Woerth, arbeitete bis zu Beginn dieser Affäre für die Gesellschaft Clymène, die einen Teil des riesigen Vermögens von Bettencourt verwaltet. Sie hatte den Job 2007 erhalten, wenige Monate, nachdem ihr Ehemann von Präsident Sarkozy als Budgetminister in die Regierung berufen worden war. Bis vor kurzem war Woerth auch Schatzmeister der Regierungspartei "Union für eine Volksbewegung". Woerth trat unterdessen von ihrem Posten zurück und beantragte bei der Justiz ebenfalls eine Anhörung.

Kommentare
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Artikel 20. Juli 2010 - 13:42 Uhr
lh
Bild vergrößern Eric Woerth schloss seinen Rücktritt aus

Bild: APA (epa)

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