Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:06 Uhr

Linz: 4°C Ort wählen »
 
Dienstag, 12. Dezember 2017, 09:06 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Erdogan warnt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

ANKARA. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel in einer scharfen persönlichen Attacke vor weiterer Kritik an der Türkei gewarnt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan   Bild: Afp

"Er kennt keine Grenzen", kritisierte Erdogan am Samstag in einer Rede vor Anhängern in der Provinz Denizli mit Blick auf Gabriel.

An die Adresse des deutschen Ministers fügte Erdogan hinzu: "Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden? Beachten Sie Ihre Grenzen!" Des weiteren kritisierte der türkische Präsident, dass Gabriel versuche, "uns eine Lektion zu erteilen". Wiederum an den deutschen Außenminister gerichtet fügte Erdogan hinzu: "Wie lange sind Sie eigentlich in der Politik? Wie alt sind Sie?"

Mit seiner Kritik reagierte Erdogan offenbar darauf, dass sich Gabriel - wie andere deutsche Politiker auch - jede Einmischung des türkischen Präsidenten in den deutschen Wahlkampf verbeten hatte. Der deutsche Außenminister hatte in diesem Zusammenhang von einem "bisher einmaligen Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes" gesprochen.

Zuvor hatte Erdogan türkischstämmige Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der deutschen Bundestagswahl nicht CDU, SPD oder Grüne zu wählen. In seiner Rede am Samstag wiederholte Erdogan den Aufruf. Die türkischstämmigen Wählern müssten den Parteien "bei der Wahl in Deutschland eine Lektion erteilen", sagte Erdogan. "Sie führen eine Kampagne gegen die Türkei. Stimmt für diejenigen, die der Türkei nicht feindlich gesonnen sind!"

Über die Reaktion deutscher Politiker auf seinen Wahlaufruf machte sich Erdogan in der Rede lustig. "Natürlich ist es ihnen unwohl geworden", sagte er. "Sie springen auf und ab." Vor weiteren Reaktionen Deutschlands müsse sich die Türkei nicht fürchten: "Es ist nicht wichtig für uns, ob Deutschland die Türen offen hält oder nicht. Wir haben genug Türen."

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 19. August 2017 - 19:42 Uhr
Weitere Themen

Israel fordert EU zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt auf

JERUSALEM / BRÜSSEL. Israels Premier Benjamin Netanyahu traf gestern in Brüssel die EU-Außenminister.

Mehr Konflikte: Globale Waffenverkäufe stiegen erstmals seit fünf Jahren wieder

STOCKHOLM. 375 Milliarden Dollar setzten die 100 größten Rüstungskonzerne 2016 um.

Putin ordnete Truppenabzug aus Syrien an

MOSKAU. Russlands Staatschef Wladimir Putin hat gestern bei einem Besuch auf der Luftwaffenbasis Hamaimim ...

Trump schaut bis zu acht Stunden pro Tag fern

WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat einen exzessiven TV-Konsum bestritten: "Falsch!" lautete am ...

62 Prozent weniger Migranten als 2016

BRÜSSEL. Die EU hat nach Angaben ihrer Grenzschutzagentur Frontex im November 13.500 irreguläre ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!