Die Gründung sei ein "wichtiger Schritt in Richtung der Friedensverhandlungen", teilte das Präsidialamt am Samstag mit. Mitglieder des Rates würden nach Ende des Fastenmonats Ramadan ernannt.
Im Juni hatten 1.600 Stammesälteste auf einer traditionellen Friedens-Jirga Karzais Plan für einen Frieden mit den Taliban zugestimmt. Dazu gehört auch, dass einfache Taliban-Kämpfer eine Amnestie sowie Geld und Aussicht auf einen Arbeitsplatz erhalten sollen, wenn sie die Waffen niederlegen. Zudem sollen zahlreiche Mitglieder von der UN-Terrorliste gestrichen werden. Die Taliban lehnen Gespräche mit der Regierung ab. Sie fordern, dass zuvor alle ausländischen Truppen Afghanistan verlassen müssen.
Großbritanien dafür
Das britische Außenministerium begrüßte die Ankündigung für einen Friedensrat. Eine höhere Sicherheit des Landes sei nicht allein auf militärischem Weg erreichbar. "Wir haben immer gesagt, dass ein politischer Prozess benötigt wird, um den Konflikt in Afghanistan zu einem Ende zu bringen", teilte das Ministerium mit.
Derzeit befinden sich fast 150.000 Streitkräfte am Hindukusch. Die Gewalt befindet sich seit dem Sturz der Taliban 2001 auf einem Höhepunkt. Die USA haben angekündigt, sich ab Juli kommenden Jahres aus dem Land zurückzuziehen.
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