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Im Gedenken an Kathi Dobler: "Menschen prägen Volkskultur"

Sie engagierte sich für Denkmalpflege, Volksbildung, Dialekt, Tracht und wurde zur vielseitigsten Volkskultur-Aktivistin des Landes.

Kolumne

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Superlative, die einer Person zugeschrieben werden, können Begeisterung wecken, aber auch Zweifel, Misstrauen, Ablehnung. Allzu oft hat sich "das Beste" nämlich als rasch vergänglich oder falsch oder eitle PR erwiesen. Die oberösterreichische Volkskultur hat jedoch gute Gründe, einer ihrer prägenden Persönlichkeiten mehrere Superlative zuzuschreiben: Katharina Dobler – Doktorin, Professorin oder schlicht d’ Kathi aus Zell an der Pram. Sie engagierte sich für Denkmalpflege, Volksbildung, Dialekt, Tracht und wurde zur vielseitigsten Volkskultur-Aktivistin des Landes, deren enormer Energie niemand widerstehen konnte. Wen sie für eine Funktion ausersehen hatte, wurde von ihr nicht gefragt oder gar bekniet, sondern dazu bestimmt.

Politiker vom Bürgermeister bis zum Landeshauptmann wussten: Die umtriebige Kathi lässt sich sowieso nicht umstimmen oder abwimmeln, also erfüllen wir ihre – immer gut begründeten – Anliegen. So ist es ihr zu verdanken, dass Schloss Zell an der Pram nicht abgerissen, sondern renoviert wurde. Genau dorthin lädt das OÖ. Forum Volkskultur morgen zu einem Dobler-Gedenkabend, in dessen Rahmen auch die "Prof. Hans Samhaber Plaketten" vergeben werden. Damit werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich jahrelang auf verschiedenen Gebieten große Verdienste erworben haben. Sie decken ein weites Spektrum volkskultureller Tätigkeiten ab, von Amateurtheater und Mundartdichtung bis zu unterschiedlichsten Sparten der Heimatforschung. Die Plakette erhalten heuer Moderator Franz Gumpenberger (Rohrbach), Traunsee-Faktotum Rosa Höller (Traunkirchen), Lyriker Josef Kettl (Hohenzell), Mundwerkerin Luise Pape (Gmunden), "Stubenhocker" Fritz Renhart (Gutau), Marterl- und Ahnenforscher Rudolf Wagner und Sagensammler Josef Mandl (beide aus Sandl).

Info: "Volkskultur prägt Menschen – Menschen prägen Volkskultur", morgen, 18. 5., Zell an der Pram, 18 Uhr, Dobler-Ausstellung Sallabergerhaus, 19 Uhr, Mundart-Maiandacht in der Pfarrkirche, 20 Uhr, Festabend im Schloss-Festsaal

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Artikel Klaus Huber 17. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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