Spricht man über Orden, muss man klar unterscheiden: Handelt es sich um Protzblech am bunten Bande oder um Wohngemeinschaften vermeintlich Asexueller? Aus gegebenem Anlass wollen wir uns mit Ersteren beschäftigen.
Während man von den Tagen der Monarchie noch als blühende Ordenslandschaften sprechen konnte, lässt sich heute konstatieren: Wir sind auf der anderen Seite der Medaille angekommen. Nämlich dort, wo nur noch alberne Abziehbilder einstiger Abzeichen je nach Absitzzeit an Abgeordnete angeheftet werden.
Das kann bitte so nicht weitergehen. Es braucht, um das wirkmächtige Streben kreuzbraver Leistungsträger zu belohnen, wieder kreative Auszeichnungen, bunte Lockungen für Verdienste aller Art und prächtige Namen dafür. Deshalb sei vorgeschlagen zu verleihen:
• an Parlamentspräsidentin Barbara Prammer das Bundesverdienstkreuz in Gold für Verdienste um die Verdienstkreuze,
• an Bundeskanzler Werner Faymann die Goldene Sparefrohspange am engen Gürtel,
• an Vizekanzler Michael Spindelegger den Großen Schutzorden des gestopften Portemonnaies am Tothosenband,
• an Bundespräsident Heinz Fischer die Bruno-Kreisky-Medaille an der langen Leine,
• an Finanzminister Maria Fekter die Blutsauger-Denkmünze mit Kieselsteinen,
• an Kommunikatorin Laura Rudas die Ehrennaddel für hervorragende Verdienste um die Parteipostenbeschaffung mit Stern,
• an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner den Orden der Sklavinnen der Tugend am alten Zopf und last but not first
• an HC Strache den Orden Pour le Falott mit Eichenlaub und Säbeln.
Dann wüssten doch gleich viel besser, wie wir dran sind.
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