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Alles Leben ist Chemie, oder?

Große und heitere Aufregung in der Frauenkontrollgruppe meines Vertrauens verursachte diese Woche folgende Meldung: „Ein Hormon lässt Frauen fremdgehen. Frauen mit einer hohen Östradiol-Konzentration im Blut gaben in einer US-Studie mehr Affären zu als solche mit niedrigen Werten.“

„Hihi“, lachten sie und sagten: „Siehst du, wir können nicht anders. Es ist die Chemie, die uns zuweilen willenlos macht. Wie die Hormone – so die Matrone.“

Liebe Geschlechtsgenossinnen und Geschlechtsgenossen! Hier liegt ein Irrtum vor. Die Nachricht besagt nämlich nichts anderes, als dass östradiolüberschwemmte Frauen mehr Affären z u g a b e n als andere. Daraus könnte mann nun genauso gut annehmen, dass Östradiol, das zur Gruppe der Östrogene zählt und u. a. für die Fetteinlagerung an den bei Frauen typischen Körperarealen (B, B, P) verantwortlich ist, das Prahlen fördert. Nach Durchsicht der entsprechenden medizinischen Fachliteratur lassen sich darauf Hinweise finden, die allerdings noch durch eine gendergerenderte, randomisierte Doppelblindstudie zu erhärten wären, was für die unzähligen Spitzenwissenschafter an den vielen, blühenden Eliteuniversitäten Österreichs kein Problem sein düfte. Also, frisch ans Werk! Forschen wir den Amis etwas vor!

Abschließend ein kurzer Blick in die Truhe mit dem Erfahrungsschatz: Grundsätzlich gilt unter weisen Weiblein wie Männlein hinsichtlich außerehelichem Zugangesein das Motto: „Genießen, schweigen und bei Verdacht nur ja nichts gestehen!“ Das kann mann im Sinne langfristiger, glücklicher Zweisamkeit nicht oft genug wiederholen: Im Falle von ... leugnen, leugnen, leugnen!

So, und jetzt kein Wort mehr ohne Anwalt.

k.buttinger@nachrichten.at

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Artikel 17. Januar 2009 - 00:04 Uhr
Von Klaus Buttinger

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