Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 22. Oktober 2017, 06:52 Uhr

Reichenau im Mühlkreis: 8°C Ort wählen »
 
Sonntag, 22. Oktober 2017, 06:52 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Menschen

Maria Großbauer: Die neue "Opernball-Mutti"

Es war viel mehr Arbeit als ich erwartet habe, mehr als ein Vollzeitjob – aber es war auch schöner als ich geglaubt habe", sagt Maria Großbauer.

Die neue "Opernball-Mutti" Von Valerie Hader

Der Wiener Opernball heute abend trägt zum ersten Mal die Handschrift von Maria Großbauer. Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Die Wiener Werbefachfrau, die aus Grafenbach (Bezirk Neunkirchen) in Niederösterreich stammt, hat heuer zum ersten Mal den Opernball organisiert, der heute abend in Wien über die Bühne geht.

Die 36-jährige Nachfolgerin von Desiree Treichl-Stürgkh ist damit die jüngste Opernball-Mutti aller Zeiten (der Beiname stammt noch aus der Ära von Lotte Tobisch) und "absolut die Richtige", wie Staatsopern-Direktor Dominique Meyer schwärmt. "Sie ist klug, kreativ, hat Sinn für Eleganz, ist gut vernetzt, hat Erfahrung im Positionieren von Marken und in der Realisation von Projekten".

Tatsächlich ist Großbauer mit dem Haus seit ihrer frühen Kindheit sehr verbunden. Ihr Vater, Karl Jeitler, war 38 Jahre lang Posaunist bei den Wiener Philharmonikern. "Ich liebe die Staatsoper seit über 30 Jahren. Ich bin mit Opernluft aufgewachsen", so die Neo-Organisatorin. Sie selbst spielt neben Querflöte und Klavier vor allem Saxofon. "Ich habe mit Big Bands auf vielen Veranstaltungen bis fünf Uhr in der Früh gespielt. Ich kenne die Bälle daher auch von dieser Seite."

2011 gründete die Absolventin der Werbeakademie eine PR-Agentur ("Casa Maria"), 2012 folgte die Hochzeit mit dem Vorstand der Wiener Philharmoniker, Andreas Großbauer. Gemeinsam hat das Paar den dreijährigen Sohn Gabriel.

Und was erwartet die 5000 Gäste nun abends auf dem Ball der Bälle, der unter dem Motto "Alles Oper" steht? "Ich bin nicht der Typ für langsame Veränderungen", ließ Großbauer schon vorab wissen. So wurden fast alle Säle neu gestaltet – genauso wie die Bars und der Blumenschmuck.

"Nur der große Ballsaal bleibt so, wie man ihn kennt", beruhigte Großbauer, die heute Abend ohne ihren Mann auskommen muss: Der 42-Jährige ist zurzeit mit den Wiener Philharmonikern in New York.

Kommentare anzeigen »
Artikel Valerie Hader 23. Februar 2017 - 00:04 Uhr
Weitere Themen

Claudia Plakolm: Das Parlaments-Küken

Den Augenblick ihres bislang größten politischen Triumphs hat Claudia Plakolm im Auto erlebt: Die ...

Andrej Babis: Tschechiens Mini-Trump

Geht es nach den Umfragen, dann steht der Sieger fest: Andrej Babis wird nächster Regierungschef in ...

Werner Kogler: Der das Licht abdreht

Er ist das letzte verbliebene grüne "Urgestein" und langjähriger Vize-Parteichef, manche nannten ihn den ...

Der Ober-Knickerbocker

Er hat sein erstes Buch bereits im Alter von acht Jahren geschrieben, aber nicht veröffentlicht.

Peter Pilz: Die grüne Alternative

Seit ihrer Gründung 1986 haben "The Untouchables" mehr als 1500 Konzerte gespielt.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!