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Kapitänin auf Erfolgskurs

Wird Viktoria Schnaderbeck rechtzeitig fit? Für die Kapitänin der österreichischen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft war der Countdown zum heutigen ersten EM-Endrunden-Spiel gegen die Schweiz ein Wettlauf gegen die Zeit.

Viktoria Schnaderbeck

Viktoria Schnaderbeck führte das ÖFB-Team erstmals zur EM-Endrunde. Bild: Gepa

Wieder einmal zwickt das Knie. In ihrer jungen Karriere musste sich die 26-Jährige schon nach fünf Knieoperationen zurückkämpfen, zwei Mal riss das Kreuzband. "Ich habe nie aufgegeben und den Glauben an mich verloren", erzählt Schnaderbeck. Neben ihren Stärken in der Defensive und als Leaderin des Teams schreibt ihr Teamchef Dominik Thalhammer Zielstrebigkeit als größte Qualität zu. "Profifußballerin" gab sie einst schon im ORF-Kinderprogramm als Berufsziel an. Kein Wunder in der fußballaffinen Familie: Cousin Sebastian Prödl ist Herren-Teamspieler, Cousin David Kicker steht bei Erste-Liga-Klub Kapfenberg unter Vertrag, Bruder David spielte bei Sturm Graz.

In ihrem Heimatort Kirchberg an der Raab begann sie ihre eigene Karriere, mit zwölf Jahren wurde sie als einziges Mädchen ins Landesausbildungszentrum Weiz aufgenommen, mit 14 in die GAK-Akademie. Mit 15 wechselte sie zu LUV Graz in die ÖFB-Frauenliga. Den nächsten Karriereschritt nahm sie zufällig: Eigentlich wollte sie nur bei einem Training von Bayern München zuschauen – dort, wo damals ihr Vorbild, die Antiesenhofenerin Nina Aigner, spielte. Schnaderbeck durfte sogar mitmachen – nach der zweiten Einheit war sie im Kader der Bayern-U17 und übersiedelte gemeinsam mit Schulfreundin und ÖFB-Teamkollegin Carina Wenninger nach München. Inzwischen feierte sie zwei deutsche Meistertitel, schloss die Schule mit Abitur ab und studiert Sportmanagement.

Für das Ziel, heute bereit zu sein, ließ Schnaderbeck den Staatsempfang bei der Verabschiedung des ÖFB-Teams aus. Sie pflegte lieber in Deutschland ihr linkes Knie. Ganz nach ihrem Motto: "Gib jeden Tag dein Bestes, aber dein bester Tag kommt erst."

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Artikel Günther Mayrhofer 18. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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