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Josef Donhauser: Ein hungriger Caterer

Ausgerechnet an seinem 48. Geburtstag konnte Cateringunternehmer Josef Donhauser gestern einen neuen Großauftrag präsentieren.

Ein hungriger Caterer Von Susanne Dickstein

Spitz-Caterer Josef Donhauser (48) übernimmt die Verpflegung auf den ÖBB-Fernzügen. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Mit seiner Firmengruppe DoN, zu der auch das Linzer Spitz-Catering gehört, übernimmt der Niederösterreicher ab April die Essensversorgung auf den ÖBB-Fernstrecken. Er verdoppelt damit auf einen Schlag sein Unternehmen auf 1250 Mitarbeiter und gut 60 Millionen Euro Umsatz.

Mit den ÖBB holt sich der Unternehmer gleichzeitig seinen ersten Großkunden zurück, den er im April 2012 an Do&Co abgeben musste. "Wir mussten damals praktisch von vorne anfangen und haben in Oberösterreich eine neue Heimat gefunden", erzählte der Vater einer Tochter im Sommer in einem OÖN-Interview. Dass er seinen Konkurrenten von damals jetzt ausbooten konnte, sei ihm aber keine Genugtuung. "Das ist keine Kategorie, in der ich denke. Meine Konzentration liegt darauf, die optimale Leistung zu bringen."

Der erwähnte Neuanfang war die Übernahme des Spitz-Caterings zu 95 Prozent. Die restlichen fünf Prozent hält Spitz-Erbe Walter Scherb. Neben dem Linzer Design Center bespielt Donhauser heute die Lokale im Musiktheater, Schloss Mühldorf und das Fußball-Stadium in Pasching. Er kocht für die Gäste beim Generali Ladies, der Klangwolke und in Schuhbecks Teatro, das zurzeit noch in der Linzer Tabakfabrik stattfindet.

Donhausers bisher spektakulärster Auftrag ist aber ein Joint-Venture im Iran, wo er gemeinsam mit einem iranischen Geschäftspartner seit 2016 Bahnreisende verköstigt. In einer Hochleistungsküche in Teheran werden täglich 40.000 Mahlzeiten zubereitet. Diese Erfahrung dürfte bei den ÖBB nützlich sein.

Der Expansionshunger des risikofreudigen Unternehmers ist mit dem neuerlichen Großauftrag aber längst nicht gestillt: Auch bei der Neuausschreibung der Verpflegung der Austrian Airlines ist Donhauser mit im Rennen. Wen er an Bord der AUA-Flieger ablösen würde? Do&Co...

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Artikel Susanne Dickstein 11. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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