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Jackpot für den Bänker

Mit 1. Juli wird der Tiroler Alexander Labak Chef der Casinos Austria und der Lotterien.

Jackpot für den Bänker Von Susanne Dickstein

Alexander Labak Bild: Casinos Austria

Vom Bankgeschäft zum Glücksspiel ist der Weg nicht weit, behaupten böse Zungen. Beim Tiroler Alexander Labak bekommt diese Aussage eine neue Bedeutung: Der Finanzmanager wird mit Juli Chef des heimischen Glücksspielkonzerns Casinos Austria, zu dem auch die Lotterien gehören.

Damit tritt der 54-Jährige in die Fußstapfen von Karl Stoss, der bei der Bilanzpräsentation im April überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte. Er wolle heraus aus dem Hamsterrad der Fremdbestimmung, begründete Stoss seinen Abschied von einem der bestbezahlten Managerposten Österreichs. Zum Zug kam jedoch keiner seiner beiden Vorstandskollegen – Bettina Glatz-Kremsner und Dietmar Hoscher – sondern mit Labak ein in der Branche unbeschriebenes Blatt.

In Wien geboren, verbrachte Labak den Großteil seiner Jugend in Innsbruck, bevor er nach dem Wirtschaftsstudium in Wien und den USA eine internationale Karriere startete. Station machte der begeisterte Skifahrer und Mountainbiker bei den Markenartikel-Konzernen Henkel und Johnson & Johnson, bevor er in der Bankenszene etwa bei der Deutschen Bank, Mastercard und HomeCredit landete. Zuletzt war der verheiratete Vater von zwei Kindern beim Investmenthaus Apollo Global Management in London tätig.

Die Parallelen zwischen Bankgeschäft und Glücksspiel sind frappierend – nicht nur, weil bei beidem die Geldvermehrung das Ziel ist. In beiden Branchen spielt das Risikomanagement eine zentrale Rolle. Wer sich auf dem glatten und stark regulierten Bankenparkett bewegen kann, der wird sich im ähnlich gestrickten Glücksspiel rasch einleben. Dass er bei einer seiner früheren Stationen bereits für den größten Casinos-Anteilseigner, die tschechische Sazka-Gruppe, tätig war, dürfte für Labak auch kein Nachteil sein.

Kontrolliert wird der Ex-Bänker übrigens künftig von einem anderen Ex-Bänker: Casinos-Aufsichtsratschef ist der frühere RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner.

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Artikel Susanne Dickstein 19. Mai 2017 - 00:04 Uhr
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