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Franz Fellner: Radiologie-Revoluzzer

Der 51-jährige Franz Fellner, Radiologie-Primar am Kepler-Uniklinikum, wurde gestern für den "Deutschen Zukunftspreis" nominiert, der als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im deutschen Sprachraum gilt und im November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin verliehen wird.

Radiologie-Revoluzzer Von Barbara Rohrhofer

Universitätsprofessor Franz Fellner ist für den "Deutschen Zukunftspreis" nominiert. Bild: Deutscher Zukunftspreis/Ansgar Pudenz

Gemeinsam mit zwei Experten der Firma Siemens Healthcare hat der Linzer die medizinische Visualisierungstechnik "Cinematic Rendering" entwickelt. Mit dieser Methode lassen sich fotorealistische dreidimensionale Abbildungen des menschlichen Körpers machen, die es zuvor noch nicht gegeben hat.

"Es handelt sich um eine neue Form, Radiologie zu betreiben. Bisher waren wir gewohnt, Bilder in zweidimensionalen Schichten zu lesen. Jetzt können wir mit 3D-Bildern arbeiten", sagte Universitätsprofessor Fellner, als er die "Revolution" made in Linz im Ars Electronica Center bereits vor zwei Jahren präsentierte.

Schon damals war klar: Noch nie zuvor konnte man Anatomie so spannend und gleichzeitig plastisch erleben wie bei "Cinematic Rendering". Die Methode macht es möglich, das komplizierte Geflecht von Adern im menschlichen Körper zu betrachten und einen Knochenbruch von allen Seiten zu inspizieren. Die bessere Bilddarstellung erlaubt beispielsweise Chirurgen eine präzisere Vorbereitung ihrer Eingriffe.

Bei "Cinematic Rendering" wird dieselbe Technologie, die für die Animation im Kinofilm "Herr der Ringe" verwendet wurde, auf die Darstellung des Körperinneren umgelegt. Bilder aus MRT und CT werden dreidimensional erlebbar, Gefäße und Knochen werden filmisch visualisiert.

Wer Fellner jemals bei einer Präsentation erlebt hat, weiß, wie sehr er für die neue Technologie und seinen Beruf brennt. Die Radiologie ist das "Leben" des gebürtigen Passauers, der auch privat mit einer Fachärztin für Radiologie verheiratet ist.

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Artikel Barbara Rohrhofer 14. September 2017 - 00:04 Uhr
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