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Der ewige Co- als Cheftrainer

Fußball ist ein Mannschaftssport. Das gilt nicht nur für die Spieler auf dem Platz, sondern auch für das Trainerteam. Günther Gorenzel-Simonitsch (45), seit Montag neuer Cheftrainer beim Zweitligisten FC Blau-Weiß Linz, hat den Begriff "Trainerteam" mitgeprägt.

Der ewige Co- als Cheftrainer Von Harald Bartl

Günther Gorenzel-Simonitsch hat ab sofort beim FC Blau-Weiß Linz das Sagen. Bild: GEPA pictures

Während autoritäre Cheftrainer Ende der neunziger Jahre ihre Assistenten bestenfalls zum Aufstellen der Hütchen für die Trainingsübungen benötigten, ging Gorenzel gemeinsam mit seinem damaligen Chef Walter Schachner sowie Ex-Blau-Weiß-Coach Klaus Schmidt schon einen ganz anderen Weg. Die oberste Devise: Auch die Assistenten hatten immer großen Gestaltungsfreiraum.

Mit Erfolg. Mit dem GAK holte das Trio 2003 sogar den österreichischen Meistertitel und spielte im Europacup gegen den FC Liverpool. Als Schachner dann der Ruf des TSV 1860 München ereilte, um in der zweiten deutschen Liga zu trainieren, ging Gorenzel ebenfalls mit. Im Gegensatz zu Schachner, der nur wenige Monate später wieder gehen musste, blieb Gorenzel auch nach Schachners Entlassung in München. Es folgten Stationen als Co-Trainer bei Kaiserslautern und in Hoffenheim sowie ein Zwischenstopp beim russischen Champions-League-Teilnehmer Rubin Kazan. Warum der ausgebildete Fußball-Lehrer und Sportwissenschafter bislang nie das Risiko nahm, um selbst einen Klub zu übernehmen? Es fehlte im Ausland vor allem die Zeit, um die notwendige Cheftrainerprüfung für die UEFA-A-Lizenz zu absolvieren. Dies hat Gorenzel (verheiratet, zwei Kinder) jetzt nachgeholt.

Die Rückkehr nach Österreich fand bereits vor einiger Zeit statt. Als Sportdirektor des Kärntner Fußballverbands hätte er eigentlich einen krisensicheren Job gehabt. Dies ist im Trainergeschäft nicht alltäglich. Dennoch ist er jetzt mit dem Wechsel zu Blau-Weiß Linz das Risiko eingegangen. Bei den Linzern kann man sich auf einen akribischen Arbeiter freuen, der auch in seiner neuen Position als Chef eines nicht vergessen hat: Erfolgreich kann man nur im Team sein.

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Artikel Harald Bartl 21. Juni 2017 - 00:04 Uhr
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