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Christine Maria Krenn: Die Walfängerin

Christine Maria Krenn führt beim Klangwolken-Spektakel Regie.

Die Walfängerin Von Julia Evers

Christine Maria Krenn führt beim Klangwolken-Spektakel Regie. Bild:

Ein Bild in einem kleinen Kinderbuch war es, das Christine Maria Krenn schon als kleines Mädchen von der Geschichte rund um Moby Dick und Kapitän Ahab faszinierte. "Diese Dimensionen, in denen man sieht, was für ein Koloss der Wal ist und wie klein im Vergleich dazu der Mensch", hinterließen bei der 37-Jährigen damals bleibenden Eindruck. Am 9. September wird die gebürtige Braunauerin bei der Visualisierten Klangwolke im Linzer Donaupark Regie führen. Titel: "Moby Dick – Jagd bis vor die Tore von Linz."

Während Krenn das Geschehen koordiniert und für die Choreografien verantwortlich zeichnet, behält ihr Mann Roland als Produktionsleiter den Überblick. Als Ehepaar haben die beiden mit der gemeinsamen Eventagentur Helix schon viele Veranstaltungen auf die Beine gestellt – die Zusammenarbeit ist dennoch "spannend, auch wenn wir wissen, dass wir zusammen funktionieren und uns in der Ideengebung ergänzen", wie Krenn sagt.

Eigentlich hätte Krenn das Moby-Dick-Projekt vor vielen Jahren als Kinderklangwolke erdacht – und auch, wenn das letztendlich nicht verwirklicht werden konnte, "hat mich die Idee mit diesem Bezug zum Wasser und die fiktive Geschichte, dass der Wal durch die Flusskanäle direkt nach Linz kommen könnte, nie losgelassen", sagt die Wahl-Linzerin.

Die gebürtige Braunauerin turnte sich in ihrer Jugend zur mehrfachen Landesmeisterin bevor sie nach der Ausbildung zur Kindergärtnerin am Bruckner-Konservatorium Tanz studierte. Spätestens nach der Geburt ihrer Kinder Emma (8) und Moritz (4) wollte sie von der ausführenden Tänzer- in die Produzentenrolle wechseln. Das Riesenprojekt Klangwolke beschäftigt jetzt die ganze Familie. So werden schon bei langen Autofahrten Ideen diskutiert und auch welche von Tochter Emma ins Geschehen einfließen. Wenn es nach Krenn geht, nicht nur einmal: "Unser Moby Dick hätte das Potenzial, auf Tour zu gehen – das könnte in jeder größeren Stadt mit einem Fluss aufgeführt werden."

Video zur Klangwolke: 

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Artikel Von Julia Evers 31. August 2017 - 00:04 Uhr
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