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Alisa Buchinger: Der goldene Kick der Karate-WM

Alisa Buchinger sammelte gestern selbst noch Autogramme, dabei hätte sie spätestens um 14.30 Uhr, nach dem letzten Kampf der Karate-WM in der Linzer TipsArena zahlreiche schreiben können.

Der goldene Kick der Karate-WM Von Roland Vielhaber

Drei Tage nach ihrem 24. Geburtstag jubelte Alisa Buchinger über den WM-Titel. Bild: APA

Weltverbands-Präsident Antonio Espinós hatte den Namen der 24-Jährigen aufgerufen, beim letzten Akt dieses Großereignisses auf die Bühne zu kommen. Die Salzburgerin hatte am Vortag die erste WM-Goldmedaille für Österreich seit 22 Jahren erkämpft, nun erhielt sie eine wertvolle Auszeichnung: Gemeinsam mit dem Superstar dieser Sportart, dem fünffachen Weltmeister Rafael Aghayev aus Aserbaidschan, wurde sie mit dem Titel "Beste Athleten dieser Titelkämpfe" ausgezeichnet. Es war der krönende WM-Abschluss für Buchinger und der goldene Kick für das von Ewald Roth veranstaltete Großereignis.

Buchingers Homepage war zum Zeitpunkt der Ehrung noch nicht aktuell. "Eines Tages werde ich die Weltmeisterschaften gewinnen", steht da nach wie vor geschrieben. Dabei hatte sich die Heeressportlerin am Samstag mit dem Triumph in der Kumite-Klasse bis 68 Kilogramm den Titeltraum bereits erfüllt. "Es wurde auch Zeit, unsere Hymne wieder bei einer WM zu hören", sagte Buchinger nach der Siegerehrung. Es war ein Erfolg, der sich abgezeichnet hatte. Das Karate-Ass zählt seit Jahren zu den Top-Athleten, sie führt auch die Weltrangliste an. Dabei vertraut sie schon seit ihrer Kindheit immer wieder auf einen Mann: Kumite-Nationalteamtrainer Manfred Eppenschwandtner. Er arbeitet mit Buchinger seit sie fünf Jahre alt ist. "Da hat sie sich noch öfter mit links und rechts vertan", plauderte er aus dem Nähkästchen. Sieben Europameisterschaften inklusive U21 bestritten die beiden seitdem gemeinsam, sechs Mal ist Buchinger auf dem Podest gestanden. Jetzt wird wieder gefeiert – aber nicht zu lange. Im Jahr 2020 bei den Sommerspielen in Tokio ist Karate erstmals olympisch. Ein großes Ziel, auch wenn die Weltmeisterin sagt: "So weit denke ich noch nicht."

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Artikel Roland Vielhaber 31. Oktober 2016 - 00:04 Uhr
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