Betreff: Französische Ministerin nach Geburt zu früh in der Arbeit? (OÖN vom 13. 1.)
Einerseits kann ich ganz gut nachvollziehen, dass die französische Justizministerin als Frau in einer solchen Position eine große Verantwortung hat und einen gewissen Ehrgeiz entwickelt. Andererseits hat sie in einer solchen Position aber auch eine gewisse Vorbildfunktion und in diesem Fall ist es fraglich, ob sich das langfristig positiv auswirkt.
Wir Frauen kämpfen ja schon jahrzehntelang gegen Ausbeutung und für Emanzipation und Gleichberechtigung. Doch solche Aktionen wie die der Frau Justizministerin sind eher kontraproduktiv! Damit machen wir uns Frauen nur selber das Leben schwer und setzen uns die Anforderungen noch höher.
Es ist wahrlich ein Geschenk, die Möglichkeit erhalten zu haben, Leben zu schenken. Solange die Schwangerschaft dauert, solange dauert es nach der Geburt, bis sich der Körper der Gebärenden wieder auf „Normalzustand“ umgestellt hat, lautet eine Faustregel. Warum glauben wir Menschen eigentlich immer, klüger zu sein als die Natur? Es ist auch für eine „normale Frau“ eine große Aufgabe, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch ist es meiner Ansicht nach klüger, die Frauen und Familien dabei zu unterstützen, als Millionen in Krabbelstuben und Kinderbetreuungseinrichtungen zu investieren.
Ein Kind in sich wachsen zu spüren, ihm auf die Welt zu helfen und ihm beizustehen, ist eine wunderbare Erfahrung. Die Kindheit ist so kurz und kehrt nie wieder! Warum wundern wir uns dann über die Rücksichtslosigkeit unserer Jugend und die zunehmende Gewaltbereitschaft?!?
Gabriela Hirtl, Naarn
Öffentliche Schule in Gmunden will Schüler-Impfungen stoppen
Nokia verlagert Smartphone-Produktion nach Asien
Sotschi: Die Reise in den olympischen Sperrbezirk
Pühringer im OÖN-Interview: „Die Regierung steht unter Erfolgszwang“