Mit zunehmender Sorge verfolge ich als interessierter Bürger und Steuerzahler und direkt Betroffener die sogenannte „Spitalsreform“ in Oberösterreich. Man muss weder „Insider“ noch „Experte“ sein, um zu erkennen, dass nicht nur den Spitalsbetreibern wichtige Informationen über die Reform vorenthalten werden, sondern auch die Bürger auf bedenkliche Art und Weise für die politischen Ziele der „Reform-Macher“ gewonnen werden sollen. Zunehmend hat man den Eindruck, dass die Sparmaßnahmen, die die Spitäler ohne Diskussion durchziehen sollen, überhaupt nicht geeignet sind, das vorgegebene Reformziel, nämlich nachhaltige Kostendämpfung, zu erreichen. Es fällt auf, dass die Berichterstattung in den Medien sehr einseitig ist und sich der ganze kolportierte Reformprozess für einen demokratiebewussten Bürger höchst irritierend darstellt. Wenn man davon ausgeht, dass die „Experten“ grundsätzlich ernst zu nehmen sind und sie ihre Arbeit gut gemacht haben, dann steht offenbar ein ganz anderes Ziel im Vordergrund als die reine „Kostendämpfung“. Sollte es der Herr Landeshauptmann vielleicht seinem Kollegen aus NÖ nachmachen und alle Spitäler in den Machtbereich des Landes bringen wollen?
Mag. Harald Pisar,
Alkoven
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