Es ist ein Grundsatz seriöser Politik, dem Ergebnis von laufenden Verfahren nicht vorzugreifen. Für Grün-Landesrat Anschober scheint das nicht zu gelten.
Schon vor Abschluss des UVP-Verfahrens zum Windprojekt Silventus im Kobernaußerwald verkündet er in einer Presseaussendung vom 19. April 2010 das Ergebnis: Die von führenden Sachverständigen des Landes erstellten negativen Fachgutachten zum Natur- und Landschaftsschutz wertet er ab und erhebt diffuse „klimarelevante Vorteile“ zur Entscheidungsgrundlage für die Umweltverträglichkeit des Projektes. Die Klimarelevanz von Windkraftanlagen in Österreichs größtem Waldgebiet ist aber fachlich nicht quantifizierbar, sondern entspricht lediglich der merkwürdigen Windideologie des Herrn Anschober.
Alles hat sich der „erneuerbaren“ Energieerzeugung unterzuordnen, gilt es doch, das Weltklima zu retten. Koste es, was es wolle. Selbst wenn dabei hunderte Bäume zum Opfer fallen und das Ökosystems des Waldes empfindlich und nachhaltig gestört wird.
Wenn wir Anschober und Co. gewähren lassen, dann werden sie dank der Zwangssubventionierung durch uns Stromkunden das ganze Alpenvorland und die angrenzenden Alpen in Oberösterreich mit Windrädern voll pflastern, welche uns zwar keinen wirklichen Klimanutzen bringen, unsere herrliche Landschaft aber gründlich ruinieren.
Prof. Dr. Johann Wolf, St. Peter am Hart
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