Ich beantrage hiermit die Verleihung des „großen goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich“. Ich habe zwar bisher noch nichts wirklich Außergewöhnliches für dieses Land geleistet, allerdings habe ich die feste Absicht, dies zu tun und meinen Entschluss auch schon mehrmals verkündet. Absurd, oder? So absurd dann doch nicht, wenn man bedenkt, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis quasi „im Voraus“ verliehen bekommen hat. Danach hat er gleich einmal die Truppen in Afghanistan aufgestockt, um dort den Frieden zu „erkämpfen“.
Daher verwundert es in weiterer Folge auch nicht, dass er den Dalai Lama (dieser hat 1989 den Friedensnobelpreis für sein Engagement zur Einhaltung der Menschenrechte in Tibet erhalten) nicht auf Augenhöhe, sondern „aus Rücksicht auf China“ im stillen Kämmerlein empfangen hat.
Wird in Zukunft auch der Papst „aus Rücksicht auf alle Nicht-Katholiken“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit empfangen? Der Dalai Lama nahm es mit der ihm eigenen Gelassenheit und zeigte damit wahre Größe.
Barack Obama hat außer großspurigen Ankündigungen derzeit noch nichts gezeigt. Wie sehr haben wohl die Diktatoren in und außerhalb Chinas angesichts solch zur Schau gestellter „Entschlossenheit“ gezittert?
Oliver Inzinger,
Wels
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