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Wir wollen...

Die letzten Jahre haben leider eindeutig gezeigt, dass die österreichische Seele nicht mehr nur dem „hinterfotzigen Grantler“, sondern leider eher der dunkelsten Farbe zugeordnet werden kann:

Wir wollen keine ORF-Gebühren zahlen – staatliches Fernsehen samt privilegierten Jobs wollen wir schon.

Wir empfangen unkontrolliert Migranten mit offenen Armen – wundern uns aber über Vergewaltigungen und Rechtsverletzungen dieser Menschen.

Wir wollen im Ernstfall unser Land durch unser Bundesheer verteidigt wissen – stellen aber den Dienst mit der Waffe jedem frei.

Wir wollen den Ärmeren mehr Pension zugestehen – von den eigenen Privilegien wollen wir uns aber nicht trennen.

Wir wollen für unsere Frauen Gleichberechtigung – anerkennen jedoch Religion und Kulturen, die das überhaupt nicht wollen.

Wir wollen weniger Staat und Bürokratie – jedoch wollen zwei Drittel der Akademiker in den Staatsdienst.

Wir wollen gesündere Lebensmittel – fördern jedoch nach wie die Agrarindustrie.

Wir wollen billigere Preise – jedoch keinen Wettbewerb im eigenen Bereich.

Wir wollen bessere und leistungsfähigere Lehrer – machen sie jedoch nicht kündbar.

Wir wollen viele Vorzüge der EU – schaffen es jedoch nicht, uns vom Föderalismus zu trennen.

Wir wollen mehr Geld für unsere Ärzte – halten jedoch an zu teuren Kassenstrukturen fest.

Wir wollen, dass im Alter für uns gesorgt wir, wollen jedoch selber nicht für unsere Eltern sorgen.

Wir wundern uns über Blender in der Politik – lehnen gleichzeitig jede Reform ab.

Wir wollen tolle Bedienung in den Gasthäusern an Wochenenden – jedoch am Wochenende nicht mehr arbeiten.

Ich bin gespannt wie lange wir uns diesen Seelenzustand noch leisten können.

Günther Rauöcker, per E-Mail

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Artikel 16. April 2018 - 18:23 Uhr
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