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Wenn der Wolf wieder kommt

Der Ilzstädter Landtag erließ 1256 an die Bevölkerung folgenden Aufruf: „Jedermann, der im Gebiet zwischen Passau und der Großen Mühl einen Wolf zur Strecke bringt, darf dafür einen Hirsch erlegen!“

Daraufhin wurden mancherorts „Wolfsgruben“ ausgehoben, um dem scheuen Raubtier Herr zu werden. So weit ein Beispiel aus dem Mittelalter.

Der Wolf, der noch vor dem Ersten Weltkrieg aus dem Mühlviertel verschwand, wurde immer schon gejagt, weil er für Tier und Mensch gefährlich war. Und jetzt zur gegenwärtigen Situation: Der Wolf hat sich in seiner Verhaltensweise nicht geändert. Er ist und bleibt ein unberechenbares Raubtier, auch wenn Wildbiologen und diverse Aktivisten versuchen, uns einzureden, dass der Wolf scheu und ungefährlich für Mensch und Tier sei. Unser Mühlviertel ist für Wolf und Bär nicht geeignet, weil die Besiedlung und Infrastruktur den erforderlichen Raum nicht mehr geben.

Wenn sich die demografische Entwicklung so fortsetzt, dann sind in 200 Jahren große Teile des Mühlviertels wieder menschenleer, dann sind Wolf und Bär unter sich. Aber noch ist es nicht so weit. Wenn der Obmann der Bezirksbauernkammer Freistadt, Josef Mühlbachler, laut darüber nachdenkt, dass der Wolf in unserer Gegend nichts verloren hat, kann man ihm nur recht geben.

Ignaz Märzinger, Kollerschlag

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Artikel 06. September 2017 - 19:58 Uhr
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