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Was würde wohl mit so einer Schule passieren?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Schule, in der alle zusammenhelfen. Von den Eltern über die Lehrer bis zur Direktorin und alle anderen unterstützenden Kräfte würden an einem einzigen Strang ziehen.

Stellen Sie sich vor, in dieser Schule würden beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Kinder gemeinsam die Möglichkeit bekommen, unglaubliche Erfahrungen zu sammeln.

Stellen Sie sich vor, die Kinder würden in dieser Schule ein auf sie so individuell abgestimmtes Unterrichtsmaterial bekommen, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass neben ihnen jemand sitzt, der nach einem Lehrplan einer ganz anderen Klasse unterrichtet wird, da er in diesem Gebiet eine Beeinträchtigung hat oder so extreme Fortschritte gemacht hat, dass er bereits viel schwierigere Aufgaben lösen kann.

Stellen Sie sich vor, die Lehrer dieser Schule würden ein so abwechslungsreiches, mit Liebe zusammengestelltes Unterrichtsangebot bieten, dass die Schüler nach dem Unterricht freiwillig üben würden, da sie die Lehrer dermaßen begeistern können.

Was würde wohl mit so einer Schule passieren?

a) Sie würde besondere Förderungen bekommen, damit sie in Zukunft noch mehr in derartige Projekte investieren kann.

b) Der Landesschulrat setzt sich dafür ein, dass auch andere Personen gefunden werden, die diese Schule unterstützen.

c) Das Bildungsministerium beschließt, diesen „Schulversuch“ zu stoppen und keine Klassen dieser Art im nächsten Schuljahr zu ermöglichen.

Die Antwort ist c) natürlich. Diese Schule gibt es wirklich. Es handelt sich um das Integrative Schulzentrum Dr.-Schärf-Schule (ISZ Wels-Stadt).

Ich bin selbst Mutter und fassungslos, was hier gerade passiert. Eine Schule, die einen herausragenden Ruf hat, die immer wieder neue Ideen verwirklicht, die ich mir besser nicht wünschen könnte, kurz vor dem Aus?! Keine neue erste Klasse ab Herbst 2018/2019?

Auch, wenn es im Unterricht in manchen Phasen durchaus gewünscht ist, dass die Kinder ruhig und konzentriert arbeiten, finde ich es nun passend, laut und unbequem zu sein. Ich möchte machen, was in meiner Macht steht.

Carmen Quirchmayr,
per E-Mail

 

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Artikel 06. Februar 2018 - 19:13 Uhr
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