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Verkehr bedeutet auch Lebensqualität

Zum Leserbrief von Johann Wöckinger, Schwertberg, am 14. Juli in den OÖN

Ich bedanke mich bei Herrn Johann Wöckinger für seine Unterstützung für mein Anliegen, den Schwer- und Transitverkehr auf dem hochrangigen Straßennetz zu halten. Sein Vorschlag, die L1415 genauso mit einem Schwerverkehrsverbot zu versehen wie die B123, das ein Fahrverbot für Lkws über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zur Folge hat, greift leider aus mehreren Gründen zu kurz.

 

1. Sowohl Schwertberg als auch Mauthausen haben sich in den vergangenen Jahren wirtschaftlich – auch aufgrund der guten Verkehrsinfrastruktur – sehr gut entwickelt. Der Bezirk Perg lebt auch vom Schwerverkehr, wenn ich nur an die Warenlieferungen der großen Betriebe wie Baumax, Engel, Hödlmayr, HABAU, Synthesa, Merckens und Poschacher denke. Viele Arbeitsplätze hängen hiervon direkt oder indirekt ab.

 

2. Der Großteil der Nahversorgung des ländlichen Raums mit Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs wird mit großen Lkws organisiert. Jedes Lebensmittelgeschäft wird zum Teil sogar mehrmals am Tag beliefert. Hier geht es auch um die Lebensqualität im ländlichen Raum.

3. Auch der öffentliche Verkehr in der Region wäre von einer solchen einschränkenden Maßnahme betroffen, da Linienbusse in der Regel mehr als 3,5 Tonnen auf die Waage bringen.

 

4. Ebenfalls würden die Lärm- und Umweltbelastungen enorm steigen. Ein Lkw, der von Hagenberg nach Mauthausen Lebensmittel transportiert, fährt über die B123 17,8 km und über die L1415 22,6 km zur Mauthausener Donaubrücke. Käme ein Schwerverkehrsverbot, müsste dieser Lkw die Autobahn über Gallneukirchen, Linz, Enns, Knoten St. Valentin nach Mauthausen nehmen. Diese Wegstrecke würde sich dann auf 59,2 km belaufen, also fast auf das Dreifache! Das bedeutet auch das Dreifache an Benzinverbrauch, Lärmbelästigung und an Kosten.

 

Der Vorschlag von Herrn Wöckinger würde in weiterer Folge große Betriebe zu Standortverlegungen zwingen bzw. die Lebensqualität des ländlichen Raums bedeutend schmälern. Deswegen möchte ich den Verkehr auf mehrere Schultern verteilen, da ja auch alle von der Lebensqualität profitieren.

Franz Hiesl, Straßenbaureferent LH-Stv.

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Artikel 21. Juli 2014 - 00:04 Uhr
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