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Unterstellungen einer ,Bischöfin’

Mit Kopfschütteln habe ich das Interview von Herrn Josef Lehner mit Frau Mayr-Lumetsberger gelesen.

Die Aussagen entbehren jeder theologisch haltbaren Argumentation. Was sie über Sakramente sagt, ist so weit weg von der Realität und als „Gerede“ abzutun.

Ihre Beurteilung der Situation in der Kirche zum Thema Begleitung und Weiterbildung ist schlicht und einfach falsch. Sie ist nicht auf dem Stand unserer Entwicklung. Schade, dass so eine Meinung in solcher Aufmachung in die Öffentlichkeit getragen wird. Da wären Rückfragen angebracht.

Dass katholische Geistliche nicht im Bereich der Ökumene und des Interreligiösen Dialogs tätig sind oder nicht „hingehen dürfen“, sind manipulierende Unterstellungen. Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich selbst vor einigen Wochen bei Landesrat Anschober bei der Präsentation des Interreligiösen Kalenders bei der Pressekonferenz war. Zudem gibt es an der PHDL ein eigenes Institut (ZIMT), das sich diesem Thema widmet.

Es müsste auch „katholische Bischöfin“ unter Anführungszeichen stehen, ebenso wie „Priesterin“, weil diese Weihen nicht „illegal“ waren, sondern „nichtig“, um beim entsprechenden Sprachgebrauch zu bleiben.

Die abwertende Formulierung „... dass ihnen ausländische Priester hingesetzt werden, die sie nicht verstehen“ ist beleidigend für alle, die hier gute und beste Dienste tun. Dr. Slawomir Dadas ist aus Polen und zurzeit Sprecher der Dechanten in unserer Diözese! Zudem haben wir in vielen Pfarren afrikanische Pfarrer, die sich größter Beliebtheit erfreuen – Schwertberg ist ein gutes Beispiel.

Dr. Johann Hintermaier, Bischofsvikar und Regens, Bischöfliches Priesterseminar, Linz

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Artikel 17. Juli 2017 - 17:39 Uhr
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