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Unfähig und unwillig, mit Änderungen umzugehen

Das Chaos des OÖ. Verkehrsverbundes mit den Schüler- und Lehrlingsfreifahrten ist nur ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit und den Unwillen der OÖVV-Bürokraten, mit notwendigen Änderungen umzugehen.

Die Auswirkungen dieser Inkompetenz zeigen sich in diesem Fall in dramatischem Umfang.

Diesen Unwillen und diese Unfähigkeit beweist der OÖVV aber seit einem Jahr auch in den Absurditäten der Straßenbahnverbindung nach Traun. Bis heute gibt es keine ernsthaften Überlegungen für eine Erweiterung des Kernzonentarifs von der Trauner Kreuzung bis zum Schloss Traun. Bis heute kann der OÖVV keine Vorverkaufskarten für diese Strecke anbieten, sodass man zwar für die Straßenbahnfahrt ab der Trauner Kreuzung bis Linz eine sogenannte Streifenkarte erwerben kann, für das kleine Stück bis zum Schloss aber jedes Mal umständlich an den Automaten eine eigene Karte kaufen muss, was vor allem für viele ältere Menschen nicht ganz einfach ist. Bis heute haben es die Verantwortlichen nicht geschafft, die Berechtigungsdauer einer Tageskarte anzugleichen: Für die kleine Strecke zwischen Trauner Kreuzung und Schloss gilt die Tageskarte bis Mitternacht, für die Straßenbahn ab der Trauner Kreuzung 24 Stunden.

Sich geänderten Bedingungen anzupassen, neue Entwicklungen zu berücksichtigen oder gar zu gestalten – das übersteigt offensichtlich die Fähigkeiten der Verantwortlichen. Im derzeitigen Chaos wird das auf dem Rücken Tausender Menschen ausgetragen. Aber wir können ja beruhigt sein: Das Krisenmanagement ist angelaufen, jetzt lässt sich sogar der zuständige Herr Landesrat schon täglich berichten. Wie großartig! Übrigens bin ich überzeugt, dass wir Steuerzahler die Überstunden bezahlen werden, die notwendig sind, um das selbst verursachte Chaos im OÖ. Verkehrsverbund zu sanieren.

Dr. Helmut Obermayr, Traun

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Artikel 13. September 2017 - 19:08 Uhr
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