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Umfragewahlen

Im Kommentar zum niederländischen Wahlergebnis stellt Frau Riepl sehr richtig die Frage, ...

...warum die führenden EU-Politiker und ihre Medien so hypernervös dem Ergebnis entgegenfieberten, das Realisten ohnehin so erwartet haben. Und danach kam die große Freude über das Ergebnis, weil die rechte Wilders-Partei zwar dazu gewonnen hat, aber nur Zweite geworden ist. Selbst der neue deutsche Sozialisten-Kanzlerkandidat Schultz jubelte komisch, obwohl seine niederländischen Parteifreunde fast verschwunden sind.

Dieses seltsame Verhalten der Polit-Elite wird verständlicher, wenn nach der Wahl nicht reale Wahlergebnisse, sondern die falschen Meinungsumfragen vorher für Analysen hinterher herangezogen werden. Die Umfrageinstitute lagen in Holland extrem daneben. Nun werden von Politikern und Medien diese Fehlprognosen auch noch als Maß für Wahlsieg oder Niederlage herangezogen. Das ist in einer Demokratie unverschämt.
Was die Meinungsforschungsinstitute betrifft, ist zu hoffen, dass sie sich bei anderen politischen, wirtschaftlichen ... Umfragen den Auftraggebern gegenüber nicht ähnlich dienstbar verhalten.

Friedrich Gruber, Linz

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Artikel Friedrich Gruber 17. März 2017 - 19:20 Uhr
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