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Scheinheiligkeit hat in der Politik immer Tradition

Sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister, Agrarfunktionäre und alle, die bei der AMA mitreden!

Österreichs Politik unternimmt sehr viel, damit auch die Bevölkerung der abgelegeneren, sprich benachteiligten Gebiete weiterhin die schöne Landschaft erhalten kann. So wird sie nicht müde immer wieder zu betonen. Welche Erklärung hat sie für folgende Situation: Bauer 1 lebt im Ackerbaugebiet und pflanzt auf zehn Hektar mehr als 1000 Nussbäume an (Nüsse sind ja sehr gefragt), er bekommt dafür Intensivobst-Leistungsabgeltung in der Höhe von 6000 bis 7000 Euro/Jahr.

Bauer 2 lebt im Dauergrünland und möchte auch auf zehn Hektar Obstbäume auspflanzen (verschiedene Obstarten und -sorten). Bauer 2 muss seine Bäume als Landschaftselemente codieren lassen und erst wenn sie mehr als drei Meter Kronendurchmesser haben, erhält er stolze sechs Euro für maximal 25 Bäume je Hektar.

Wäre ich groß genug, könnte ich ja die überzähligen Obstbäume auf andere baumfreie Schläge aufrechnen. I bin aber nur „a kloana Baua“, daher schaue ich dabei komplett durch die Finger.

Bei dem Aufwand (Obstbäume erst einmal in die Flächen hinein zu digitalisieren; bei einem Ausfall im Umkreis von fünf Metern wieder nachsetzen zu müssen; eventuelle Veränderungen am besten mit Beweisfotos belegen ...) leuchtet mir ein, dass wir im Berg- und Hügelland tatsächlich im benachteiligten Gebiet leben. Vor allem, wenn wir kleine Bauern sind. Sehr geehrte Verantwortungsträger! Bitte geben Sie uns eine Erklärung. Ich und viele kleinere Bauern warten darauf! Es stehen ja bekanntlich Wahlen vor der Tür. Oder hören Sie auf, von der Bedeutung kleinstrukturierter Land(wirt)schaft zu sprechen.

Josef Mörwald, Garsten

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Artikel 11. September 2017 - 17:17 Uhr
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